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Julia Margaret Cameron

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Julia Margaret Cameron (geborene Julia Margaret Pattle; * 11. Juni 1815 in Kalkutta; † 26. Januar 1879 in Kalutara, Ceylon) war eine britische Fotografin.


Sie begann nach langen Jahren eines großbürgerlichen Lebens als Hausfrau und Mutter in der britischen Kolonie Indien und in England im Alter von 48 Jahren zu fotografieren. Mit außergewöhnlichen Porträts und religiös-romantischen Szenen wurde sie zur bedeutendsten britischen Fotografin der viktorianischen Epoche.


Cameron wurde am 11. Juni 1815 im indischen Kalkutta geboren. Ihr Vater James Peter Pattle arbeitete als leitender Angestellter für die „East India Company“. Der Geburtsname ihrer Mutter war Adeline Maria de l’Etang. Julia Margaret verbrachte ihre Jugend bei ihrer französischen Großmutter in Versailles. Nach Abschluss ihrer Erziehung kehrte sie 1834 nach Indien zurück. Bei einem gemeinsamen Aufenthalt mit ihren Eltern in Südafrika lernte sie 1836 am Kap der Guten Hoffnung den 20 Jahre älteren Juristen Charles Hay Cameron kennen, der damals Mitglied des „Supreme Council of India“ war. Beide heirateten am 1. Februar 1838 in Kalkutta. Das Ehepaar bekam insgesamt sechs Kinder, keine ungewöhnliche Anzahl zu jener Zeit.


Nach Charles’ Pensionierung 1848 siedelten die Camerons nach Großbritannien über. Im Londoner Stadtteil Kensington lebten sie in der Nähe bekannter Künstler und freundeten sich mit ihnen an, so etwa mit dem Maler George Frederic Watts und den Dichtern Henry Taylor und Lord Alfred Tennyson. Ein Besuch in Farringford House, dem Wohnsitz Tennysons auf der Isle of Wight, veranlasste sie, 1860 zwei angrenzende Grundstücke an der Freshwater Bay im Westen der Insel zu kaufen. Das Anwesen nannten sie Dimbola Lodge, nach der Plantage der Familie auf Ceylon (heute Sri Lanka). Die Isle of Wight, nahe der englischen Südküste vor Portsmouth gelegen, landschaftlich reizvoll und klimatisch angenehm, war schon im 19. Jahrhundert ein gefragter Wohn- und Urlaubsort. Zu den prominenten Anwohnern und Sommergästen zählten neben vielen anderen Queen Victoria und Prinz Albert, Charles Darwin, Charles Dickens, Karl Marx, Lewis Carroll und William Turner. Dimbola Lodge wurde für Julia Margaret Cameron Ausgangspunkt und Zentrum ihres Lebens als Fotografin. Hier empfing und porträtierte sie ihre berühmten Gäste, hier arrangierte sie ihre bekannten Bilder. Henry Taylor schrieb über Dimbola Lodge: „... wahrhaftig ein Haus, in dem sich jeder mit Vergnügen aufhielt und in dem jeder, ob Mann, Frau oder Kind, stets willkommen war.“ Heute befindet sich hier ein Museum, das Informationen über Julia Margaret Camerons Leben und Werk vermittelt.


1875 zogen die Camerons nach Kalutara an der Westküste Ceylons, etwa 35 km südlich von Colombo. Julia Margaret befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Höhepunkt ihres Ruhmes als Fotografin. Zwei Ausstellungen mit ihren Arbeiten liefen gleichzeitig in London und Bournemouth. Ihre Bilder waren so begehrt, dass von ihren frühen Werken neue Negative hergestellt und 70 Motive in je zwei verschiedenen Tönungen – rotbraun und schwarz - neu veröffentlicht wurden. Auf Ceylon entstanden nur noch wenige Fotos, vorwiegend von Plantagenarbeitern. 1878 reisten die Camerons noch einmal kurz nach England. Julia Margaret starb im Alter von 63 Jahren in Kalutara. Einer ihrer letzten Briefe war an Lady Tennyson gerichtet. Darin blickte sie zufrieden auf das Erreichte zurück: „Ein Segen ruhte auf meiner photographischen Arbeit; Millionen bereitete sie Vergnügen und sehr vielen ein tieferes Glück.“

Dies ist ein Teil des Wikipedia-Artikels, der unter CC-BY-SA-Lizenz verwendet wird. Der vollständige Text des Artikels ist hier →


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