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Dante Gabriel Rossetti

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Dante Gabriel Rossetti (* 12. Mai 1828 in London; † 9. April 1882 in Birchington-on-Sea, Kent) war ein britischer Dichter und Maler, der in beiden Künsten gleichermaßen begabt war. Er war wegen seiner dominierenden und charismatischen Persönlichkeit die treibende Kraft der Präraffaeliten, die die Reform der britischen Kunst als Ziel hatten. Er hielt wenig von Konventionen und wurde in den letzten Lebensjahren ein exzentrischer Sonderling.


Rossetti wuchs als zweites von vier sehr begabten Kindern Maria Francesca, William Michael und Christina Georgina in einer außergewöhnlichen Familie in der Charlotte Street, in der Nähe des Regent’s Park, auf. Sein Vater, Gabriele Rossetti, der aus Italien geflohen war, war Dichter und Wissenschaftler. Er galt als Kapazität für Dante Alighieris Werke, so dass es nicht verwundert, dass sein Sohn diesen Namen erhielt. Seine Mutter, Frances Mary Lavinia Polidori, Tochter von Gaetano Polidori und Schwester von John Polidori, war ebenfalls Lehrerin. Weil sein Vater am King’s College Professor war, erhielt Rossetti eine gute Schulbildung sowie auch Zeichenunterricht. Hier zeigte sich früh seine Vorliebe fürs Malen und Zeichnen. So schrieb er sich 1842 an der Cary’s Academy ein, die als Sprungbrett in die Royal Academy (RA) galt. Vier Jahre später wurde Rossetti Schüler an der Antique School der RA, eine Vorbereitung, die alle Schüler durchlaufen mussten. Wie auch schon an der Cary’s Academy gefiel ihm der Unterricht in der RA nicht, sodass er niemals Student der Royal Academy wurde.


Im März 1848 bat er den von ihm bewunderten Ford Madox Brown, sein Lehrer zu werden. Zwar war Rossetti von den literarischen Themen Browns beeindruckt, doch enttäuschte es ihn, dass Brown versuchte, ihn nach den alten akademischen Lehrmethoden zu unterrichten. Daraufhin verließ er Brown zwar als Schüler, blieb ihm aber zeitlebens als Freund verbunden. Bis zu seinem 20. Geburtstag war Rossetti unschlüssig, ob er als Dichter oder als Maler sein Geld verdienen wollte. Kurzerhand schickte er ein paar Gedichte dem anerkannten Poeten und Kritiker Leigh Hunt. Dieser lobte ihn, betonte aber auch, dass es schwieriger sei, mit der Literatur als mit der Malerei Geld zu verdienen. Rossetti mangelte es nicht an Ideen, doch hatte er noch keine Arbeit als Maler abgegeben. Er sollte den entscheidenden Impuls durch die Freundschaft zu William Holman Hunt und John Everett Millais bekommen. Sie lebten als Bohémiens und trugen alle anstelle einer Krawatte ein geknotetes Tuch.


Die drei konnten nicht unterschiedlicher in ihrem Wesen sein, aber alle waren sie über den Zustand der britischen Kunst bestürzt und sahen sie dem Verfall nahe. Ihrer Ablehnung der herrschenden Konventionen in der Malerei, die sich ihrer Ansicht nach durch die Nachahmung Raffaels und seiner Nachfolger gebildet hatten, gaben sie Ausdruck, in dem sie sich die „Präraffaeliten“ nannten. Vier weitere Freunde, darunter Rossettis Bruder William, gründeten 1848 die „Präraffaelitsche Bruderschaft“, kurz PRB. Diese Initialen standen deshalb auf Die Jugendzeit der Jungfrau Maria, dem ersten Ölgemälde von Rossetti. Es bekam viel Lob, es schien der Anfang einer großen Karriere. Doch als die Presse herausbekam, was sich hinter „PRB“ verbarg, wurden er und seine Freunde scharf angegriffen. Rossetti war enttäuscht über die herbe Kritik und fiel in eine Depression. Ab 1852 begann sich die PRB aufzulösen. Während der Jahre von 1850 bis 1860 gab er die Ölmalerei fast völlig auf und widmete sich kleinformatigen Aquarellen. Dank dem Kritiker John Ruskin, den er 1854 kennenlernte, verkauften sich diese gut, obwohl er sie nicht ausstellte.

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