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Wolfgang Laib

Wolfgang Laib

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Wolfgang Laib (* 25. März 1950 in Metzingen) ist ein deutscher Bildhauer und Konzeptkünstler.


Laib wurde durch seine Installation „Milchsteine“ international bekannt und erhielt 2015 den Praemium Imperiale für sein Lebenswerk in der Kategorie Skulptur.


Laib stammt aus einer Ärztefamilie, wuchs im oberschwäbischen Biberach an der Riß auf und studierte von 1968 bis 1974 zunächst Medizin in Tübingen. Schon früh begann er jedoch, sich für Kunst zu interessieren und, unter dem Einfluss seines Mentors, des Biberacher Landschaftsmalers Jakob Bräckle, auch für fernöstliche Kultur und Philosophie wie Zen-Buddhismus, Taoismus und für die Mystik des europäischen Mittelalters (Franz von Assisi).


Laibs Werk wird oft der sogenannten Land Art zugerechnet, in seinen Arbeiten lassen sich aber auch Einflüsse des Minimalismus erkennen. Charakteristisch für Laib ist das Arbeiten mit natürlichen Materialien, z. B. Bienenwachs, selbstgesammelten Blütenpollen und Reis. Bekannt wurde er vor allem durch die sogenannten Milchsteine: große Marmorblöcke, die nur millimetertief ausgeschliffen und mit Milch aufgefüllt werden. Natur ist für ihn sinnlich erfahrbares Mittel, aber nicht Ziel seiner Kunst, sondern Arbeits- und Andachtsraum, um auf größere Zusammenhänge zu verweisen.
Oft verwendete Chiffren bei ihm sind: Zelle, Wand, Samenkorn und Schiff.


Laib war 1982 Teilnehmer der documenta 7 und 1987 der documenta 8 in Kassel. Eine erste Retrospektive seiner Werke tourte von 2000 bis 2002 durch die USA und war u. a. im Hirshhorn Museum, Washington D.C., später auch im Münchner Haus der Kunst zu sehen.

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