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Thomas Cole

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Thomas Cole (* 1. Februar 1801 in Bolton, Lancashire; † 11. Februar 1848 in Catskills, New York) war ein in England geborener US-amerikanischer Maler. Er gilt als Begründer und bedeutendster Vertreter der Hudson River School, einer Gruppe amerikanischer Künstler in der Mitte des 19. Jahrhunderts, die bekannt wurde für die genaue, detailreiche Wiedergabe amerikanischer Landschaften, häufig verbunden mit historischen und allegorischen Bildthemen.


In seiner Jugend in England lernte Cole, hölzerne Druckstöcke herzustellen, mit denen Kattun bedruckt wurde. 1818 emigrierte die Familie aus ihrem Wohnort im Nordwesten Englands nach Amerika und ließ sich in Steubenville, Ohio nieder. Thomas blieb zunächst ein Jahr lang allein in Philadelphia. Danach zog auch er nach Steubenville zu seinen Angehörigen und arbeitete mit in der Tapetenmanufaktur seines Vaters. Die Grundlagen der Maltechnik mit Ölfarben erlernte er von einem herumziehenden Porträtmaler namens John Stein, war selbst aber wenig erfolgreich auf dessen Spezialgebiet und unternahm bald erste Versuche in der Landschaftsmalerei. 1823 folgte er seiner Familie nach Pittsburgh, arbeitete auch hier im Betrieb seines Vaters und machte in seiner Freizeit systematische Landschaftsstudien. Dabei entwickelte er jene präzise Arbeitstechnik, die zur Grundlage seiner späteren Landschaftsmalerei wurde.


1823/24 hielt sich Cole erneut in Philadelphia auf. Hier studierte er intensiv die Landschaftsbilder in der Pennsylvania Academy of the Fine Arts, und entschloss sich, Berufsmaler zu werden. 1825 erfolgte der Umzug nach New York, wo Eltern und Schwestern inzwischen lebten. Der Kaufmann George W. Bruen wurde auf den jungen Maler aufmerksam und finanzierte ihm eine Studienfahrt entlang des Hudson River zu den Catskill Mountains im September und Oktober 1825. Drei kleinformatige Ölbilder, die nach Skizzen von dieser Reise entstanden waren, stellte Cole in einem Schaufenster aus. Dort bemerkte sie der im New Yorker Kunstbetrieb einflussreiche John Trumbull, Maler und langjähriger Präsident der American Academy of Fine Arts, der dem jungen Kollegen Kontakte zu den wichtigsten Künstlern und Mäzenen der Stadt vermittelte. Als Cole sich 1829 entschloss, in Europa die Meisterwerke der Vergangenheit im Original kennenzulernen, war er schon Gründungsmitglied der National Academy of Design (einer 1826 gegründeten Künstlervereinigung, die jährliche Ausstellungen zeitgenössischer amerikanischer Künstler organisierte und mit Sitz in New York City noch heute existiert) und als bedeutender amerikanischer Landschaftsmaler anerkannt.


In Europa bildete er sich in den Museen von London, Paris, Florenz, Rom und Neapel weiter. Vor allem sein Aufenthalt in Italien brachte ihm idealistische Themen und Vorstellungen näher. Als typischer Vertreter der Romantik suchte er auch in seiner Landschaftsmalerei moralische Werte auszudrücken und Themen zu behandeln, die zuvor der Historienmalerei vorbehalten waren. Nach seiner Rückkehr im November 1832 fand er einen verständnisvollen Mäzen in dem New Yorker Kaufmann und Galeriebesitzer Luman Reed. Von August 1841 bis Juli 1842 fuhr Cole nochmals nach Europa, besuchte Verwandte in England und bereiste Frankreich, Italien und die Schweiz. Während der Reise perfektionierte er seine Maltechnik, insbesondere das Kolorit und die Wiedergabe von Himmel und Wolken. Innerhalb der Vereinigten Staaten reiste Cole 1846 in die Adirondacks, ein Gebirge im nordöstlichen Teil des Bundesstaates New York und 1847 zu den Niagarafällen.


Seit 1825 besuchte Cole regelmäßig den Ort Catskill im Staat New York. Die Landschaft der Catskill Mountains faszinierte ihn, er fand, die Berge „erheben sich aus dem Tal des Hudson wie Wellen eines Ozeans, wenn der Sturm nachlässt“. In den Sommermonaten wohnte und arbeitete der Maler in Nebengebäuden einer ausgedehnten Farm namens Cedar Grove. Hier entstand ein wesentlicher Teil seines Gesamtwerks. Im November 1836 heiratete er Maria Bartow, eine Nichte des Farmbesitzers, und lebte seitdem ständig dort. Er behielt jedoch stets engen Kontakt mit der Kunstszene von New York City, mit Künstlern, Sammlern und Literaten, die ihn auch häufig in Cedar Grove besuchten. Zu seinen engeren Kollegen gehörten die Landschaftsmaler Asher Brown Durand (1796–1886) und Frederic Edwin Church (1826–1900), der zwischen 1844 und 1846 sein Schüler war. Das Ehepaar Cole hatte drei Söhne und zwei Töchter. 1842 entschloss Thomas Cole sich zum Eintritt in die Episkopalkirche und wurde in der St.-Lukas-Gemeinde in Catskill getauft. Nach kurzer, heftiger Erkrankung der Atemwege starb er am Freitag, dem 11. Februar 1848. Wegen der damals extrem kalten Witterung konnten nur wenige seiner Freunde an der Beerdigung teilnehmen.

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