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Paul Delaroche

Hippolyte Delaroche

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Paul Delaroche (selten auch Hippolyte Delaroche; * 17. Juli 1797 in Paris; † 4. November 1856 ebenda) war ein französischer Historienmaler des akademischen Realismus.


Getauft wurde er als Hippolyte de la Roche. In der Familie wurde er aber Paul gerufen. In den 20er Jahren begann er seine Bilder mit P. (oder Paul) Delaroche zu signieren.


Sein Vater war der 1761 geborene Grégoire-Hippolyte de la Roche, der aus einer seit Generationen in Paris ansässigen Familie stammte. Er arbeitete als Kunstexperte und -händler, Kunsttaxator am Leihhaus und Kunstauktionsleiter. Verheiratet war er mit der um ein Jahr jüngeren Marie-Catherine Bégat. Ein Onkel mütterlicherseits von Paul Delaroche war Kurator des Cabinet des Estampes. Sie bewohnten ein Haus in der Rue de la Vrillière im 1. Arrondissement. Paul war der zweite Sohn, er hatte einen 1795 geborenen Bruder, Jules, der auch Maler wurde.


Am 28. Januar 1835 heiratete er in Rom die 17 Jahre jüngere Louise Vernet, die Tochter seines Kollegen Horace Vernet. Er hatte sich im Jahr zuvor während einer Italienreise mit ihr verlobt, Horace Vernet war seinerzeit Direktor der Académie de France à Rome. Louise wurde von ihm mehrfach porträtiert und stand ihm Modell, allerdings sind auch Gemälde von ihr von Théodore Géricault (als Kind), von Ingres und von ihrem Vater erhalten. Der erste Sohn Horace wurde 1836 geboren, der zweite Sohn Philippe folgte am 1841. Am 28. Dezember 1845 starb Louise im Alter von 31 Jahren am Fieber, was Delaroche in tiefe Verzweiflung stürzte.


Seine Ausbildung begann er 1816 zunächst als Landschaftsmaler bei Louis Étienne Watelet. Zwei Jahre später wechselte er in das Atelier von Antoine-Jean Gros, dem sein Bruder bereits angehörte. 1822 debütierte er im Salon de Paris. Hier lernte er die etwa gleichalten Théodore Géricault und Eugène Delacroix kennen, mit denen er bald den Kern der Pariser Historienmaler bildete.


1824 zeigte der junge Maler im Salon die Bilder «St Vincent de Paule, Préchant devant La Cour de Louis XIII, pour les Enfans Abandonées» und «Jeanne d’Arc, malade, est interrogée dans sa prison par le cardinal de Winchester», die große Anerkennung fanden und ihn mit einem Schlag bekannt machten. In den folgenden Jahren stellte er La mort d’Elisabeth Ire (Der Tod Elisabeths), Les Enfants d’Édouard (Die Kinder König Eduards), Charles Ier insulté par les soldats de Cromwell (Karl I., von den Soldaten Cromwells verhöhnt), Cromwell au cercueil de Charles Ier d’Angleterre (Cromwell in Betrachtung von Karls I. Leichnam), La mort de Lady Jane Grey (Die Hinrichtung der Jane Grey), L’Assassinat du duc de Guise (Die Ermordung des Herzog von Guise) und weitere großformatige Gemälde aus, die Ereignisse vorwiegend der englischen und französischen Geschichte in dramatischer Überhöhung zeigten, oft emotional aufgeladen durch Blick, Mimik und Gestik der Protagonisten. Seine offenkundige Bevorzugung von Hinrichtungsthemen Hochadliger wurden von Zeitgenossen teilweise auch verspottet. Im Kontext der damaligen Situation aber, noch stark unter dem Einfluss der traumatischen Ereignisse der Französischen Revolution, der Napoleonischen Kriege und der fortgesetzten Umstürze stehend, verstand sein Publikum die Motive als Sinnbilder der aktuellen politischen Unsicherheit. Ein thematischer Einfluss waren auch die Werke Lord Byrons. 1832 folgte er als mit 35 Jahren jüngstes Mitglied auf den Sitz des verstorbenen Charles Meynier an der Académie des Beaux-Arts. Bald darauf begann er an der École des beaux-arts zu unterrichten. Sein Atelier hatte er in der Rue Mazarin im (6. Arrondissement) in Paris. 1837 begann er mit der Arbeit an einem monumentalen Wandgemälde von 27 Meter Länge im Halbrund (frz.: Hémicycle) des Prüfungssaales der École des beaux-arts, in dem auch die Preisverleihungen stattfanden. In der Art von Raffaels Schule von Athen stellte er 75 Maler, Bildhauer und Architekten aller Epochen, die damals als Kanon der bildenden Künste angesehen wurden, gruppenweise in Gespräche vertieft, dar. Dabei zeigte er sie anachronistisch, in der für ihre jeweilige Zeit typischen Kleidung. In der Mitte des Freskos befinden sich Allegorien der Künste und der Kunstepochen. Das Werk beendete Delaroche 1841. 1838 und 1843 unternahm er erneut Reisen nach Italien. 1849 bereiste er Deutschland. Er befand sich in seinen letzten Lebensjahren auf dem Gipfel des Ruhms, 1853 wurde er in einer italienischen Kritik als der bedeutendste der lebenden Maler eingeschätzt.

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