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Antoni Tàpies

Antoni Tàpies i Puig, 1st Marquess of Tàpies

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Antoni Tàpies i Puig [ənˈtɔni ˈtapjəs] (* 13. Dezember 1923 in Barcelona, Katalonien; † 6. Februar 2012 ebenda) war ein spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer. Er galt als der bedeutendste Künstler des Informel seines Landes. Im Jahr 2010 erhielt er den erblichen Adelstitel Marqués de Tàpies.


Antoni Tàpies wurde als Sohn des Rechtsanwalts Josep Tàpies i Mestres und dessen Frau Maria Puig i Guerra, Tochter eines Buchhändlers, geboren. Von 1926 bis 1928 besuchte er die Grundschule Colegio de las monjas de Loreto, von 1928 bis 1932 die deutsche Schule Escuela alemana und von 1932 bis 1934 die Escuelas Pias in Barcelona. 1934 kam er auf die Höhere Schule und hatte durch diverse katalanische Publikationen ersten Kontakt mit der zeitgenössischen Kunst, vor allem durch die von Josep Lluís Sert und Joan Prats herausgegebene Weihnachtsausgabe des Magazins D’aci i d’alla, mit Reproduktionen von Pablo Picasso, Georges Braque, Juan Gris, Fernand Léger, Piet Mondrian, Constantin Brâncuși, Wassily Kandinsky, Marcel Duchamp, Hans Arp, Joan Miró und anderen.


Während des Spanischen Bürgerkriegs von 1936 bis 1939 setzte Tàpies seine Studien am Liceo Prático in Barcelona fort und besuchte für einige Monate häufig die Generalitat de Catalunya, wo sein Vater als juristischer Ratgeber arbeitete. Nach einem Unfall 1940 im Alter von 17 Jahren, der eine seelische Krise auslöste, begann er im Selbstunterricht zu zeichnen und zu malen. Das Ende seiner Schulzeit im Jahr 1940, zunächst am Instituto Menéndez y Pelayo und dann erneut an der Escuelas Pias, wurde aufgrund der Nachwirkungen seines Unfalls häufig unterbrochen. Von 1943 bis 1946 absolvierte er ein dreijähriges Jurastudium an der Universitat de Barcelona, das er ohne Abschluss abbrach und seine schon 1936 aufgenommene malerische Praxis durch Studien an der Acadèmia Valls in Barcelona wieder aufnahm.


Aufgrund einer Lungenerkrankung 1942 verbrachte Tàpies bis 1943 eine längere Rekonvaleszenz in einem Sanatorium in Puig d’Olena. In dieser Zeit zeichnete er viel und übte sich im Kopieren einiger Werke von Vincent van Gogh und Pablo Picasso, begann sich für die Geschichte der Philosophie zu interessieren, las Thomas Mann, Friedrich Nietzsche, Oswald Spengler, Henrik Ibsen, Stendhal, Marcel Proust und André Gide sowie Arthur Schopenhauer und Miguel de Unamuno und setzte sich vor allem mit dem Existentialismus Jean-Paul Sartres, dessen Satz, „daß der Mensch als solcher nicht geboren wird, sondern erst ‚wird‘“, und der zu einer frühen Weltanschauung für den Künstler wurde, auseinander.


Von 1946 an widmete sich der Künstler, in Orientierung an Vincent van Gogh und Pablo Picasso, ganz der Malerei und wandte sich ab dem gleichen Jahr, beeinflusst durch die Werke Mirós, Max Ernsts und von Paul Klee, phasenweise dem Surrealismus zu. 1947 lernte er den katalanischen Dichter Josep Vicenç Foix kennen, mit dem Tàpies sich aufgrund gemeinsamer künstlerischer Interessen in der Folgezeit austauschte. Im gleichen Jahr traf er auf Joan Brossa und Joan Prats und andere Mitglieder der früheren ADLAN (Amics de l’Art Nou), die ihn in seiner künstlerischen Arbeit unterstützten. 1948 gründete er mit anderen Künstlern, darunter Brossa, die Gruppe Dau al Set und unter gleichem Namen eine Kunstzeitschrift. Im selben Jahr beteiligte er sich am „Salón de Octubre“ in seiner Geburtsstadt.

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