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Wang Guangyi

王广义

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Wang Guangyi (chinesisch 王广义, *1957, Harbin, Heilongjiang, China) ist ein zeitgenössischer, chinesischer Künstler. Er zählt zu den bekanntesten Vertretern der Bewegung zeitgenössischer chinesischer Kunst, die Ende der achtziger Jahre entstand. Er lebt und arbeitet in Peking.


Der 1957 in Heilongjiang geborene Wang Guangyi gilt als einer der bedeutendsten chinesischen Künstler der Gegenwart. Sohn eines Bahnarbeiters aus Nordchina, arbeitete er für drei Jahre in einem Dorf auf dem Land. Nach der Pensionierung des Vaters wurde auch Wang Guangyi Bahnarbeiter. Er hat dabei jedoch nie seinen Traum vom Besuch einer Hochschule aufgegeben. Nach mehreren erfolglosen Versuchen wurde er dann an der Kunstakademie Zhejiang aufgenommen, wo er Ölmalerei studierte. Dort machte er 1984 seinen Abschluss. Wang Guangyi hat mit der Serie Great Criticism die Aufmerksamkeit der Kritik und des internationalen Marktes auf sich gezogen. Die Serie hat ihn zu einer Ikone der zeitgenössischen chinesischen Kunst gemacht.


Wie viele chinesische Künstler seiner Generation ist sein Werk stark von seiner Jugend während der Kulturellen Revolution beeinflusst. Gemeinsam mit - etwa gleichaltrigen - Künstlern wie Yue Minjun, Zeng Fanzhi, Fang Lijun wird Zeng zu einer Kunstrichtung gezählt, die als politischer Pop bezeichnet wird. Das Werk Wang Guangyis wird fälschlicherweise zum „Political Pop“ („Politischer Pop“) zugerechnet. Ein wichtiges Thema seines Werks ist hingegen sein Verhältnis zur Transzendenz.
Typisch für sein Werk ist die Verbindung von Propaganda-Kunst der Kulturrevolution mit Pop Art-Ästhetik. Am bekanntesten ist dabei seine Serie Great Criticism bei der er Logos westlicher Markenprodukte wie Coca Cola, Gucci, Rolex oder Chanel mit Szenen aus Propagandaplakaten kombiniert.


Die Arbeiten zur Serie Frozen North Pole verwenden ziemlich kalte und trostlose Zeichen. Sie sind durch einfache Formen und weiche Pinselstriche gekennzeichnet, um eine winterliche Welt darzustellen, die dem Künstler, der als junger Mann in Nordchina lebte, ziemlich vertraut ist. Der Nordpol wird in diesen Gemälden nicht im Hinblick auf seine geografischen Merkmale betrachtet, sondern als symbolischer Ort, wo ein neuer Glauben entsteht, in dem der Einzelne sich vor allem auf sich selbst bezieht, ohne sich aber deshalb von der Gesellschaft loszulösen. In den Jahren in denen diese Gemälde entstanden wurden in China Glaube und Zukunft vom Kommunismus verkörpert. Aber anstatt die Thesen des dialektischen Materialismus zu übernehmen, entschied die Gruppe junger Künstler aus dem Norden, zu der auch Wang Guangyi gehörte, sich mit den Texten der westlichen Philosophie auseinanderzusetzen.


Der von Wang Guangyi und ihm nahestehenden Künstlern entwickelte Begriff des Glaubens hat eine gewisse Affinität zu der klassischen westlichen Kunst gefunden. Die Serie Post Classical ist aus der synthetischen Revision der Meisterwerke der westlichen Kunst, die mit den Themen von Religion, Moral, Glaube und Ideologie verbunden sind, entstanden. Diese Gemälde verwenden verschiedene Grautöne und vereinigen die menschliche Figur und ihre Umwelt ohne viele Details. Das Ziel von Wang Guangyi war es, einen Stil zu entwickeln, der sich von der klassischen Kunst unterscheidet; mit dieser Strategie drückt er die Konzepte und persönliche Sichtweisen aus, die er aus der Lektüre von Gombrich entwickelt hat.


Diese Werke verwenden Propagandabilder der Kulturrevolution und Logos zeitgenössischer Marken, die aus der westlichen Werbung stammen. Wang Guangyi hat diese Serie seit 1990 hergestellt aber im Jahr 2007 beendet. Er war überzeugt, dass der internationale Markterfolg der Serie ihren ursprünglichen Sinn, der darin besteht, dass politische Propaganda und Werbung zwei Formen der Gehirnwäsche sind, gefährden könnte.

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