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Damien Hirst

Damien Steven Hirst

Damien Hirst

Damien Steven Hirst

Damien Hirst (* 7. Juni 1965 in Bristol) ist ein britischer Bildhauer, Maler und Konzeptkünstler und Kurator einzelner Ausstellungen. Im Jahr 1988 organisierte er die Ausstellung Freeze im Londoner Hafenviertel, die als Geburtsstunde des Phänomens Young British Artists gilt, und wurde in den 1990er Jahren der bekannteste Vertreter der Gruppe. Er wurde vor allem durch provozierende Plastiken bekannt, die sich mit Themen Tod, Religion, Leben oder Konsumkultur befassen. Zu seinen bekanntesten Werken gehören mehrere in Formaldehyd eingelegte Tierkörper sowie ein mit Diamanten besetzter menschlicher Schädel mit dem Titel For the Love of God.


Hirst wurde in Bristol geboren, wuchs aber in Leeds auf. Sein Vater, ein Automechaniker, verließ die Familie, als er zwölf Jahre alt war. Seine Mutter war eine katholische Irin. Von 1986 bis 1989 belegte Hirst am Goldsmiths College in London den Kurs „Fine Arts“. Hirst interessierte sich vor allem für diesen Kurs, weil er sich nicht auf eine einzige Kunstrichtung wie Malerei oder Bildhauerei konzentrieren wollte. Im Jahr 1988 kuratierte er unter dem Titel Freeze (gefrieren) eine Ausstellung in einem leerstehenden Lagerhaus im Hafenviertel von London, in der er und andere Künstler ihre Werke ausstellten. Eine weitere von ihm durchgeführte Ausstellung folgte 1990 durch Modern Medicine. Beide Ausstellungen führten zur Bekanntheit des Künstlers, daneben drehte er kommerzielle Musikvideos, richtete ein Restaurant ein und produzierte Pop-Songs.


Berühmt wurde der von Hirst in Formaldehyd eingelegte Tigerhai. Der Behälter mit dem toten Hai trägt den Namen The Physical Impossibility of Death in the Mind of Someone Living (1991) (Die physische Unmöglichkeit des Todes in der Vorstellung eines Lebenden). Die Präsentation erfolgte ähnlich wie in einem Naturkundemuseum, im Kontext der Kunst wurde sie allerdings zu einer widerspruchsvollen, so provokanten wie plakativen Metapher für Aggression und Vitalität, aber auch für Kunst und Konservierung. Das Werk war ebenso umstritten wie das in gleicher Weise präparierte Schaf mit dem Titel Away from the Flock (Weg von der Herde), das 1994 in einer von Hirst mitorganisierten Ausstellung gezeigt wurde. Ein Besucher versuchte das Werk zu sabotieren und schüttete Tinte in die Flüssigkeit. Diese Aktion zog viel Aufmerksamkeit auf die Ausstellung und machte das Schaf von Hirst zu einem der berühmtesten Werke zeitgenössischer Kunst. 1996 präparierte er mehrere Kühe zu seinem Kunstwerk Some Comfort gained from the Acceptance of the Inherent lies in Everything, die als Ganzkörperquerschnitte in 12 mit Formaldehyd gefüllten Behältern arrangiert und in einer Schnittreihe aufgestellt wurden.


Wie seine Formaldehydpräparate beschäftigen sich auch andere Werke des Künstlers mit dem Leben und dem Tod, so etwa seine Käfiginstallation A Thousand Years (1990), in dem unzählige Fliegen um einen Kuhkopf schwirren und diesen langsam abbauen und wieder in den Kreislauf der Natur einbinden. Weniger aufsehenerregend sind dagegen Stillleben wie sein Still (1994), in dem medizinische Geräte sauber in Apothekerschränke arrangiert sind, oder Pharmacy mit Regalen, die mit Verpackungen pharmazeutischer Präparate gefüllt sind; im Zentrum von letzteren steht allerdings wieder ein Käfig, der diesmal Ratten und eine Fliegenfalle mit UV-Beleuchtung enthält.


Am 1. Juni 2007 präsentierte Hirst in der White Cube in London den mit 8601 Diamanten besetzten Platinabguss eines Schädels. Auf der Stirn thront ein 52-Karat-Diamant. Das Werk mit dem Titel For the Love of God wurde im August 2007 für 75 Millionen Euro (50 Millionen Pfund) verkauft und stellt damit britischen Medienberichten zufolge die aktuell teuerste Arbeit zeitgenössischer Kunst dar. Den Schädel, der als Vorlage für den Abguss diente, erwarb der Künstler in einem Laden im Londoner Stadtteil Islington. Er stammt angeblich von einem etwa 35-jährigen Europäer, der im 18. Jahrhundert lebte. Das Kunstwerk wurde mit massivem Sicherheitsaufwand in einem abgedunkelten Raum ausgestellt. Hirst selbst bemerkte zu seiner Arbeit: „Ich hoffe, die Leute, die das Werk sehen, fühlen sich gut, es soll erbauend sein und einem den Atem nehmen.“ Zwei Tage nach dem Verkauf gab die Pressesprecherin der White Cube Gallery, Sara Macdonald, bekannt, dass Hirst selbst Mitglied der Käufergruppe gewesen sei. Parallel zur Veröffentlichung des Kunstwerkes begann eine Marketingkampagne zur Sekundärverwertung über Artikel wie Plakate, T-Shirts und Dokumentationen über die Herstellung.

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