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Jeff Koons

Jeff Koons

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Jeff Koons (* 21. Januar 1955 in York, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Künstler.


Koons verwendet Zeugnisse der Konsumkultur als Ausgangspunkte und verfremdet oder imitiert sie. Er bearbeitete so auch Objekte aus der Alltagskunst und der Werbung, greift wie letztere immer wieder auf sexuelle und andere Schlüsselreize zurück. Seine Kunstwerke wandeln aufgrund ihrer ironisierenden Wirkung zwischen Kitsch und Kunst.


Koons gilt seit dem 12. November 2013 mit der Versteigerung eines Balloon Dogs (Orange) für 58,4 Millionen US-Dollar im New Yorker Auktionshaus Christie’s als der teuerste lebende Künstler der Welt.


Schon als Kind zeigte Koons reges Interesse am künstlerischen Wirken, bekam wöchentlichen Malunterricht und verfolgte früh den Plan, ein Kunststudium aufzunehmen. Sein Vater war Innenausstatter und Besitzer eines Möbelgeschäfts, in welchem der junge Koons an Wochenenden aushalf. Jeff Koons‘ Vater hatte nach heutigen Aussagen seines Sohnes eine prägende Wirkung auf sein ästhetisches Empfinden. Er stellte Arbeiten seines Sohnes in seinem Geschäft aus, so dass Jeff Koons bereits als Elfjähriger sein erstes Bild verkaufte. Ab 1972 studierte Jeff Koons am Maryland Institute College of Art in Baltimore, vorübergehend auch an der School of the Art Institute of Chicago (SAIC), wo er im Museum für zeitgenössische Kunst aushalf. 1976 graduierte er zum Bachelor der schönen Künste und zog bald darauf nach New York City. Dort arbeitete er im Museum of Modern Art (MoMA). Er war auch sechs Jahre lang als Warenbörsen-Broker an der Wall Street tätig, vor allem im Baumwollhandel.


Seine erste Einzelausstellung fand 1980 im New Museum of Contemporary Art in New York statt.
Bekannt wurde er zunächst durch seine in - mit Leuchtstofflampen beleuchteten - Plexiglas-Vitrinen ausgestellten fabrikneuen Staubsaugern und Poliermaschinen (ab 1979/1980), von der Kritik als „Monumente der Sterilität“ wahrgenommen. Aufsehen erregten ferner seine Wassertanks mit schwebenden Basketbällen (1981–1985). Für die technische Umsetzung seiner Projekte arbeitete Koons auch schon mit Wissenschaftlern, unter anderem mit dem Physik-Nobelpreisträger Richard Feynman, und mit Kunsthandwerkern zusammen. Der naive Appeal vieler seiner Werke kontrastiert so mit der Aura professioneller Manufaktur. Auch daher kann Koons zu den Neo-Konzept-Künstlern gerechnet werden. Andere bezeichnen ihn als Schöpfer sogenannter postironischer Kunst; in den 1980er-Jahren galt er außerdem noch als Vertreter des Neo-Geo-Stils. Er verwendete fast alle verfügbaren Medien und Formate bildender Kunst: Malerei, Installation, Fotografie und Skulpturen – letztere aus Holz, Marmor, Glas oder rostfreiem Edelstahl. 1985 kaufte der zyprische Kunstsammler Dakis Joannou sein erstes Bild von Koons für 2700 Dollar, später wurde er zum begeisterten Sammler seiner Werke und baute die größte Jeff-Koons-Sammlung auf.
Weitere Werke waren dann mit Alkohol befüllte, spiegelnde Edelstahlkaraffen unterschiedlicher gegenständlicher Form. Koons arbeitet hier mit dem bekannten Whiskeyproduzenten Bourbon zusammen. Eines der bekanntesten mit Whiskey gefüllten Werke der 1986 entstandenen Luxury-&-Degradation-Serie ist der Jim Beam - J.B. Turner Train; ein Zug, der aus sieben Waggons besteht und auf einer gerade verlaufenden Schiene platziert wurde. In Anlehnung an die Werkserie Luxury & Degradation entstand im gleichen Jahr Statuary: eine Serie, die aus zehn Edelstahlobjekten besteht. Jede Skulptur wurde in einer Edition aus drei Objekten und einem Artist’s Proof hergestellt. Vorlagen waren Alltagsgegenstände und Nippesfiguren, wie man sie in Souvenirläden oder auf Wohnzimmerregalen finden kann. Mit Statuary behandelt Koons unterschiedliche Gesellschaftsthemen und -schichten. Auf der einen Seite repräsentieren Objekte wie Mermaid Troll, Cape Codder Troll oder Bob Hope die Unterschicht bzw. die breite Masse. Auf der anderen Seite können Louis XIV., Italian Woman und French Coach Couple als Vertreter der Oberschicht gezählt werden. Zur Statuary-Serie gehört auch der bekannte Rabbit. Bei der Ausführung von Rabbit orientierte sich Koons an einem aufblasbaren Kunststoffhäschen aus Vinyl. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um das rosafarbene Häschen aus Inflatable Flower and Bunny (Tall White, Pink Bunny) aus der 1979 entstandenen Inflatables-Serie. Die Runzeln an den langen Ohren und die Nähte, besonders an den Beinen sowie das Luftventil auf der Rückseite des Kopfes erinnern noch an ein aufblasbares Objekt und suggerieren damit Leichtigkeit. Mit rostfreiem Edelstahl als Material überträgt Koons damit das leichte, aber vergängliche Vinyl in ein massiveres, schwereres und dauerhaftes Objekt. Ein wichtiger Aspekt von Rabbit ist die spiegelnde Oberfläche des polierten Edelstahls. Die Spiegelbilder werden durch die konvexen Wölbungen des Kopfes und des Bauches entweder gestaucht oder verzerrt. Außerdem spiegeln sich in Rabbit nicht nur Personen und Objekte, sondern auch die Farben der Umgebung. Unter der Mitarbeit Koons’ wurde die Figur des Rabbit 2007 in einen überdimensionalen Helium-Ballon übertragen und bei der Macy’s Thanksgiving Day Parade durch die Straßen New Yorks gezogen. In den Jahren 2005 bis 2009 entwickelte Koons zusammen mit der britischen Modedesignerin Stella McCartney sowohl eine Halskette als auch ein Armband, an denen jeweils ein „Miniatur-Rabbit“ hängt. Rabbit wurde schon als „Ikone der späteren Moderne“ bezeichnet.

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