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Alexej von Jawlensky

Alexej Georgewitsch von Jawlensky

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Alexej von Jawlensky (ursprünglich Alexei Georgijewitsch Jawlenski; russisch Алексей Георгиевич Явленский, wiss. Transliteration Alexej Georgievič Javlenskij; * 13. März/ 25. März 1865greg. oder 1864 in der Nähe von Torschok, Russisches Kaiserreich; † 15. März 1941 in Wiesbaden) war ein russisch-deutscher Maler. 1930 beantragte er die deutsche Staatsbürgerschaft, die er 1934 auch erhielt.


Jawlensky zählt als Maler des Expressionismus zum Umfeld der von Wassily Kandinsky und Franz Marc initiierten Redaktionsgemeinschaft Der Blaue Reiter.


Jawlensky wurde als fünftes Kind von sechs Geschwistern 1864 oder 1865 geboren. Sein Vater Oberst Georgi Nikiforowitsch Jawlensky starb, als der Sohn 17 oder 18 Jahre alt war. Seine Mutter Alexandra Petrowna Medwedewa war die zweite Frau seines Vaters. Mit sechzehn Jahren lebte er mit der Familie in Moskau, mit dem Ziel Offizier zu werden. Auf der Allrussischen Industrie- und Kunstausstellung sah er 1882 in Moskau zum ersten Mal Gemälde, entdeckte seine Liebe zur Malerei und begann als Autodidakt seine malerischen und zeichnerischen Fähigkeiten durch Besuche an Sonntagen und Feiertagen in der Tretjakow-Galerie zu schulen. Als Offizier erreichte er 1889 seine Versetzung von Moskau nach Sankt Petersburg. Nur dort konnte Jawlensky als mittelloser zaristischer Fähnrich beim Militär an Abenden die Russische Kunstakademie besuchen.


Auf der Akademie wurde er an Gipsen im Zeichnen ausgebildet. An dieser Anstalt lernte er 1890 den berühmten Vertreter des russischen Realismus Ilja Repin (1844–1930) kennen. Von ihm erhielt er 1892 die Empfehlung, die Ölmalerei bei dessen ehemaliger Privatschülerin, der vermögenden Baronin Marianne von Werefkin (1860–1938), zu erlernen. Sie hatte damals in Russland als Malerin bereits beachtliche Erfolge erzielt, die ihr den Beinamen „Russischer Rembrandt“ eingebracht hatten. Sie vertraute ihrem Instinkt, dass Jawlensky bei entsprechender Förderung prädestiniert sei, ein bedeutendes künstlerisches Werk hervorzubringen. Aus der Zeit vor der Jahrhundertwende haben sich jedoch nur wenige seiner realistischen Bilder erhalten.


1896 zog Werefkin mit Jawlensky und ihrem elfjährigen Dienstmädchen, Helene Nesnakomoff (1885–1965 ), nach München und mietete im Stadtteil Schwabing in der Giselastraße 23 im dritten Stock eine komfortable Doppelwohnung. Während Werefkin zugunsten von Jawlensky für zehn Jahre ihre eigene Malerei völlig aufgab, um sich ganz der Ausbildung ihres Schützlings zu widmen, vertraute sie seine malerische Weiterbildung dem Slowenen Anton Ažbe (1862–1905) an. Jawlensky war begeistert von dessen Schule, in der er eng mit seinen russischen Freunden Igor Grabar (1871–1960) und Dmitry Kardowsky (1866–1943) zusammenarbeitete. Ažbe hatte einen vorzüglichen Sinn für Farben, das Aufflimmern des Lichtes und pflegte eine „virtuose Maltechnik“. Darüber hinaus müssen aber auch noch die Künstler der Münchner Schule – Lovis Corinth (1858–1925), Wilhelm Leibl (1844–1900), Wilhelm Trübner (1851–1917), Carl Schuch (1846–1903) sowie Leo Putz (1869–1940) – für die Entwicklung Jawlenskys als wichtig genannt werden.


Ein charakteristisches Ölbild seiner von Ažbe beeinflussten Stilphase ist das im Bild signierte und 1900 datierte Porträt Helene fünfzehnjährig (CR 13) des Dienstmädchens seiner Lebensgefährtin, Helene, an der er sich bereits vergangen hatte, als sie noch ein Kind war, und die mit 16 den gemeinsamen Sohn Andreas zur Welt brachte. Es handelt sich um ein Schwellenbild, nicht nur in maltechnischer Hinsicht. Auch stilistisch weist es mit seinen im „Lenbachbraun“ gehaltenen Farbtönen janusköpfig zurück auf seine vorausgegangenen realistischen Gemälde (CR 7, 8, 11), um gleichzeitig den Anfang zu weiterem „Arbeiten mit breiten Linien“ der kommenden Jahre zu markieren.
Eine erste Orientierung Jawlenskys in Richtung der Pariser Avantgarde markiert das Jahr 1902, als er begann, Stillleben und Landschaften im neoimpressionistischen Stil zu gestalten. 1903 reiste Jawlensky nach Paris. Sein Bild Das Waldhäuschen aus diesem Jahr bestätigt seine Auseinandersetzung mit der Kunst van Goghs, die in den Jahren 1904 bis 1906 den Künstler beschäftigte.

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