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Les Demoiselles d’Avignon

Pablo Picasso

Les Demoiselles d’Avignon

Pablo Picasso
  • Originaltitel: Les Demoiselles d'Avignon
  • Datum: 1907
  • Stilrichtung: Kubismus
  • Periode: Cubist Period
  • Genres: Aktmalerei
  • Medium: Öl, canvas
  • Abmessungen: 243,9 x 233,7 cm
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    Reproduktion

Les Demoiselles d’Avignon (Öl auf Leinwand, 243,9 × 233,7 cm) ist ein im Jahre 1907 von Pablo Picasso geschaffenes Gemälde. Es wird als Wendepunkt in der Geschichte der abendländischen Malerei angesehen und leitete zugleich den sich ankündigenden Kubismus ein. Das Werk befindet sich im Besitz des Museum of Modern Art in New York.


Der Bildtitel Les Demoiselles d’Avignon stammt aus dem Jahr 1916 von Picassos Freund, dem Schriftsteller und Kunstkritiker André Salmon. Das Wort Avignon im Titel bezog sich auf die Carrer d’Avinyó in Barcelona, die für ihre Bordelle bekannt war und in deren Nähe Picasso in jungen Jahren lebte. Die verfälschende Titelgebung, die sich heute eingebürgert hat, bezieht sich auf Witzeleien, die in Picassos Freundeskreis in Umlauf waren. Picasso stand dem Bildtitel nicht positiv gegenüber und lehnte ihn später ab.


Von den Wurzeln ausgehend überdachte Picasso die europäische Kunstüberlieferung und schuf aus ihren Elementen eine neue künstlerische Sprache. Picassos Anliegen war nicht der Bruch mit der Tradition, sondern die Zerstörung der Konvention. Ihm gelang mit den Demoiselles, wie in keinem anderen Werk der europäischen Malerei, eine Reflexion über das Malen und über die Schönheit der Kunst. Picasso setzte sich nicht nur mit den Werken Uccellos, Piero della Francescas, El Grecos, Poussins, Ingres’ und Cézannes auseinander, sondern auch mit archaischer Kunst.


Die Rolle des Gemäldes als Schlüsselwerk der neueren Kunstgeschichte ist seit langem anerkannt. Aber diese Einschätzung stand jahrzehntelang in eklatantem Missverhältnis zu den Informationen, die man über seine Entstehung hatte. Weitverbreitet ist zum Beispiel die Vorstellung, Picasso habe hier, beeinflusst von afrikanischer Kunst, zu einer Sprache der Deformation gefunden. Eine Ratlosigkeit der Zeitgenossen gegenüber den Arbeiten Picassos in dieser Phase seines Schaffens zeigt sich in den Begriffen, mit denen sie verbunden wurden. „Assyrisch“ kamen die Demoiselles Wilhelm Uhde vor, „ägyptisch“ nannte sie Henri Rousseau. So wurde Picassos Schaffensphase ab dem Sommer 1907 bis 1908 als période nègre (Negerperiode) oder Iberische Periode bezeichnet.


Von kunsthistorischer Seite ist die Frage erörtert worden, warum die Demoiselles als wegbereitendes Bild des Kubismus zu betrachten sind und das Werk nicht zu einem Neofauvismus bzw. Superfauvismus, nicht zum Futurismus, zum Expressionismus, zu einem wilden oder zahmen Primitivismus oder zur Abstraktion führte. Als einzige andere Fortführung kam der Fauvismus in Betracht, jedoch hatte Picasso diesen möglichen Fauvismus mit den Demoiselles bereits abgelöst, überwunden oder für nichtig erklärt. Er gibt den Fauves zu verstehen, dass sie noch zu wenig „Wilde“ seien. Er verneint nicht die angenehmen Rhythmen in Matisses Le bonheur de vivre, aber er sagt, dass dessen Bild noch zu wenig rhythmisch sei, dass es einen tieferliegenden Rhythmus als diesen gebe.


Das Gemälde Les Demoiselles d’Avignon zeigt fünf teils leicht bekleidete, teils nackte weibliche Figuren aus verschiedenen Blickwinkeln vor einem in verschiedenen bläulichen Farbtönen gehaltenen Hintergrund. Der Betrachter sieht sie frontal, seitlich, hockend und schräg von vorn. Zu beiden Seiten ist ein Vorhang angedeutet, der linke wird von einer Hand gehalten; er weist rotbraune, der rechte Vorhang blau-ockerfarbene Farbtöne auf. Der Bildvordergrund zeigt in der Mitte ein Stillleben mit Früchten auf einem Tisch.

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