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Constant Permeke

Constant Permeke

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Constant Permeke (* 31. Juli 1886 in Antwerpen; † 4. Januar 1952 in Ostende) war ein belgischer Maler, Zeichner und Bildhauer. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter des flämischen Expressionismus. Seine Arbeiten haben ihren Schwerpunkt in der Darstellung der Nordsee, der Region Flandern; sie zeigen häufig Fischer und Bauern. Charakteristisch in seinen Gemälden ist die Verwendung erdiger Farben. Permeke gehörte mit Gust(aaf) De Smet, Leon De Smet und Frits Van den Berghe zur Zweiten Künstlergruppe von Laethem.


Constant Permeke war der Sohn des Kunstmalers Henri Louis Permeke (* 1849 in Poperinge; † 1912 in Oostende). Die Familie ging 1891 in Antwerpen an Bord ihres Schiffs „Artis Armor“ und erreichte schließlich 1892 Ostende, wo sie sich niederließ. Dort arbeitete sein Vater ab 1897 als erster Restaurator des Städtischen Kunstmuseums. Verschiedentlich wird er auch als Gründer des Museums genannt. Der Vater pflegte engen Kontakt mit dem Ostender Künstler James Ensor (1860–1949), dem ’’Maler der Masken’’. Von 1903 bis 1906 studierte Permeke an der Kunstakademie in Brügge. 1906 ging er nach Gent, um seinen Militärdienst abzuleisten. Er schrieb sich dort aber zudem an der Kunstakademie in Gent ein und studierte bei Jean Delvin (1853–1922). An der Akademie traf er Gust De Smet, den aus der Militärzeit kannte, wieder und lernte Leon De Smet und Frits Van den Berghe kennen. 1908 kehrte er nach Ostende zurück. Auch Gust De Smet ging nach Ostende; sie teilten zum Malen einen Raum in der Kaistraat. 1909 begegnete er in dem heute als „Künstlerdorf“ bekannten Sint-Martens-Latem dem Maler Albert Servaes, der als Vater des flämischen Expressionismus gilt. Seine Arbeiten beeindruckten ihn tief. Permeke gehörte dort zur zweiten frühexpressionistischen Gruppe der Schule von Sint-Martens-Latem. In Sint-Martens-Latem lernte er auch seine spätere Frau Maria Delaere, sein „Marietje“, kennen. Sie stammte aus Poperinge, dem Geburtsort seines Vaters. Er blieb bis 1912 in Sint-Martens-Latem, kehrte dann aber nach Ostende zurück, wo er zum Kreis um James Ensor und Leon Spilliaert gehörte.


Am 27. Juni 1912 heiratete er Marietje. Das Paar lebte im Ostender Viertel des Leuchtturms, dem „Vuurtorenwijk“, inmitten hart arbeitender Fischerfamilien. Nach Beginn des Ersten Weltkriegs wurde er zum Militär eingezogen und bei der Verteidigung Antwerpens eingesetzt. Bei einer Schlacht bei Duffel wurde er schwer verwundet. Er wurde nach Großbritannien gebracht und in einem Krankenhaus in South Hillwood (Kent) gepflegt. 1916 ließ er sich in Chardstock (Devonshire) nieder. Obwohl er noch an seinen Verletzungen laborierte, begann er wieder zu malen. Nach seiner Genesung lebte er mit seiner Frau und seiner Mutter in Folkestone, wo sein erster Sohn John geboren wurde. Im April 1919 kehrte die Familie mit den inzwischen drei Kindern John, Paul und Thérèse nach Ostende in ihr Haus nahe dem Leuchtturm zurück. Ausstellungen in der Brüsseler Galerien „Sélection“ und „Le Centaure“ sowie in Antwerpen bedeuteten den endgültigen Durchbruch für den flämischen Expressionismus und Permeke. Ab 1926 verbrachte er die Sommermonate in dem kleinen Ort Jabbeke zwischen Ostende und Brügge. Der Architekt Pierre Vandevoort entwarf ihm das Haus „De Vier Winden“ (Die vier Winde), das er 1930 bezog. Internationalen Ruhm bekam er durch seine Teilnahme an der Biennale in Venedig im Jahr 1934. Ab 1937 arbeitete er auch als Bildhauer.

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