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Robert Delaunay

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Robert Victor Félix Delaunay (* 12. April 1885 in Paris; † 25. Oktober 1941 in Montpellier) war ein französischer Maler der Avantgarde, er verfasste auch kunsttheoretische Schriften. Nach einem Beginn als autodidaktischer Maler im Stil des Neoimpressionismus gilt er als Hauptvertreter des orphischen Kubismus, auch Orphismus genannt, der 1912 als Begriff von Guillaume Apollinaire für Delaunays Fensterbilder, Fenêtres, geprägt wurde. In den 1930er Jahren setzte er seine Arbeit nach einer langen Unterbrechung an den abstrakten Kreisformen in der Serie Rythmes, die die Themen der Scheibe von 1913 und der Kreisform erneut aufgreift, fort. Seine Ehefrau, Sonia Delaunay, war ebenfalls Malerin sowie Designerin und arbeitete mit ihm in künstlerischem Austausch zusammen.


Robert Delaunay war der Sohn des Geschäftsmannes Georges Delaunay und der Gräfin Berthe-Félice de Rose. Die Eltern ließen sich 1889 scheiden und Robert wurde von der älteren Schwester seiner Mutter, Marie, und ihrem Ehemann Charles Damour auf deren Landsitz nahe Bourges aufgenommen und sah seine Eltern kaum.
Delaunay verließ aufgrund mangelnder Leistungen die Oberschule und absolvierte von 1902 bis 1904 eine Lehre in Bühnen- und Dekorationsmalerei bei der Bühnenbildwerkstatt Ronsin in Belleville. 1903 begann er in der Bretagne zu malen, hatte eine Verbindung zur Gruppe von Pont-Aven, woraufhin er neo-impressionistische Meeresansichten „vor dem Motiv“ zu malen begann. Ab 1904 fanden seine Gemälde Aufnahme in Ausstellungen: in diesem Jahr und 1906 im Salon d’Automne und von 1904 bis 1914 im Salon des Indépendants. Im Salon d’Automne besichtigte er 1905 den Saal der Fauves, deren Stil ihn zu farbkräftigen Bildern inspirierte. Zwischen 1905 und 1907 schloss er Freundschaft mit Jean Metzinger und Henri Rousseau und studierte die Farbtheorien von Michel-Eugène Chevreul. Zudem setzte er sich mit der Arbeit Paul Cézannes auseinander. Ab 1907 diente er beim Militär als Bibliothekar in Laon und wurde 1908 wegen „Herzfunktionsstörungen“ untauglich geschrieben. Er kehrte nach Paris zurück und sah in der Galerie Kahnweiler kubistische Arbeiten von Georges Braque und Pablo Picasso, worauf er sich etwa ab 1909 dem Kubismus zuwandte.
Die bekannten Fenêtre (Fenster)-Bilder, die als Hauptmotiv den durch ein Fenster gesehenen, von 1887 bis 1889 erbauten Eiffelturm aufweisen, entstanden seit 1909 und wurden in den 1920er Jahren fortgesetzt.


1908 lernte Delaunay über den Galeristen Wilhelm Uhde auch dessen Ehefrau − die Künstlerin Sonia Uhde-Terk – kennen und heiratete sie nach deren Scheidung von Uhde 1910. Die gemeinsame Pariser Wohnung 3 rue des Grands Augustins wurde zum Treffpunkt zahlreicher Künstler. Im Januar 1911 wurde ihr Sohn, der spätere Jazz-Autor und Produzent Charles Delaunay, geboren.


In diesem Jahr lernte Delaunay über Elisabeth Epstein, die seit 1904 in Paris lebte, Wassily Kandinsky kennen und schloss sich im selben Jahr den Malern um die Redaktionsgemeinschaft des Blauen Reiters an. Deren erste Ausstellung fand im Dezember 1911 in der Modernen Galerie Heinrich Thannhauser in München statt; Delaunay war der erfolgreichste Künstler, der drei von vier ausgestellten Bildern verkaufen konnte. Darunter war ein Gemälde aus der Eiffelturmserie, das Bernhard Koehler erwarb. Es gilt als verschollen. Insgesamt fanden neun der ausgestellten Bilder in der Galerie ihre Käufer. Delaunay vermittelte auch die Bilder von Henri Rousseau für die Ausstellung, einige befanden sich in seinem Besitz. Es folgten Ausstellungen in der Sturm-Galerie in Berlin, im Gereonsklub in Köln sowie in der Künstlervereinigung Karo-Bube in Moskau.

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