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Józef Pankiewicz

Józef Pankiewicz

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Józef Pankiewicz (* 29. November 1866 in Lublin, Polen; † 4. Juli 1940 in La Ciotat, Frankreich) war ein polnischer Maler, Grafiker und Hochschullehrer. Er war der jüngere Bruder von Eugeniusz Pankiewicz und ein Vertreter des Post-Impressionismus. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet. Er gilt als der Begründer des Polnischen Kolorismus.


Seine künstlerische Ausbildung begann Pankiewicz 1884 als Schüler in der Warschauer Zeichenklasse bei Wojciech Gerson und Aleksander Kamiński. Dank eines Antoni-Tyzenhauz-Stipendiums konnte er seine Ausbildung an der Kunstakademie in Sankt Petersburg in den Jahren 1885 bis 1886 fortsetzen. Zu dieser Zeit war Pankiewicz Anhänger eines realistischen Malstils. Er wurde stark von den Gemälden Camille Corots und den Vertretern der französischen Barbizon-Schule, die zu seiner Zeit in Petersburg in der Sammlung des Prinzen Kushelev-Bezborodko ausgestellt wurden, beeindruckt.


Nach der Rückkehr nach Warschau teilte er sich von 1886 bis 1888 ein Studio mit Władysław Podkowiński. In dieser Schaffensperiode malte er vorwiegend realistische Darstellungen von Warschauer Straßenverkäufern und aus dem jüdischen Alltagsleben. Außerdem fertigte er Zeichnungen für die Zeitschrift „Tygodnik Ilustrowany“ an.


Von 1889 bis 1890 lebte und wirkte er in Paris. Auch hier stand er in engem Kontakt mit seinem polnischen Studienfreund Podkowiński. Bei der Weltausstellung 1889 erhielt er für sein 1888 unter dem Einfluss von Aleksander Gierymski entstandenes Gemälde „Targ na jarzyny na Placu za Żelazna Brama“ (deutsch: Gemüsemarkt auf dem Platz hinter dem Eisernen Tor) eine Silbermedaille.


In Paris wurde er von der Malweise Claude Monets beeindruckt. Als Folge übernahm er impressionistische Darstellungstechniken in seine eigene Malerei. Nach seiner Rückkehr nach Polen führte er den spätimpressionistischen Luminismus in die polnische Malerei ein. Die lichterfüllten Landschaften, die er großteils in der Umgebung der historisch-pittoresken Ortschaft Kazimierz Dolny malte, basierten auf den Kontrasten kalter und wärmer Töne und entstanden bereits in der Technik des Divisionismus. Bei Aleksander Krywult, Pankiewicz and Podkowinski stellte er eine umstrittene Serie impressionistischer Landschaftsgemälde aus, darunter das 1890 entstandene Gemälde „Targ na kwiaty przed kosciołem Św. Magdaleny w Paryżu“ (deutsch: Blumenmarkt vor der Magdalenenkirche in Paris), welches von Kritikern bemängelt wurde. Kompromisslos impressionistisch waren auch Bilder aus demselben Jahr: „Wóz z sianem“ (deutsch: Heuwagen) und „Pejzaż z krzewami“ (deutsch: Landschaft mit Sträuchern).


In den nächsten Jahren wurde der Künstler vom Symbolismus beeinflusst. Er schuf stimmungsvolle, fast farblose Bilder: 1892 den „Rynek Starego Miasta w Warszawie nocą“ (deutsch: Warschauer Altstadtmarkt bei Nacht), 1896 „Dorożka nocą“ (deutsch: Kutsche bei Nacht) und „Łabędzie w ogrodzie Saskim“ (deutsch: Schwäne im Sächsischen Garten), 1897 Park w Duboju (deutsch: Park von Duboj). Inspiriert von James Whistlers Arbeiten entstand eine Serie von Porträts wie 1897 „Portret Dziewczynki w czerwonej sukni“ (deutsch: Portrait eines Mädchens im roten Kleid) und „Portret Pani Oderfeldowej z córką“ (deutsch: Portrait von Frau Oderfeld und ihrer Tochter). Auf der Weltausstellung 1900 sollte dieses Gemälde mit einer Goldmedaille ausgezeichnet werden. Auch im Folgejahr gewann er eine Silbermedaille. Im Jahr 1900 wurden Pankiewicz' Werke anlässlich der Ausstellung polnischer Künstler in der Galerie Georges Petit in Paris gezeigt. Bilder von ihm wurden auch auf verschiedenen Pariser Salons ausgestellt, so den Herbst-Salons 1904, 1907, 1909 und 1919 sowie den Salons der Société des Artistes Indépendants in den Jahren 1911 und 1912.

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