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Hans Haacke

Hans Haacke

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Hans Haacke (* 12. August 1936 in Köln) ist ein international bekannter Konzeptkünstler. Er erregte Aufsehen vor allem durch die politischen Aspekte seiner Arbeiten.


Haacke studierte von 1956 bis 1960 an der Staatlichen Werkakademie in Kassel. 1961 bis 1962 war er Fulbright-Stipendiat an der Tyler School of Art der Temple University in Philadelphia, Pennsylvania.


Schon Haackes frühe Arbeiten als Konzeptkünstler thematisierten Systeme und Prozesse. Der junge Künstler stellte in seinen Werken auch Interaktionen zwischen physischen und biologischen Systemen, Tieren, Pflanzen und Zuständen von Wasser und Wind dar (vgl. Condensation Cube, 1963–1965). Manche seiner Ansätze bewegten sich in Richtung der Land Art. Später wandte er sich mehr sozio- und kunstpolitischen Perspektiven zu. Haacke vertrat durchgängig seine kritischen Ansichten über Museen und Kunstgalerien, die häufig von wohlhabenden Schichten zum Zweck der Manipulation und Verführung der Öffentlichkeit instrumentalisiert würden. Zwischen 1967 und 2002 war Haacke Kunstprofessor an der Cooper Union for the Advancement of Science and Art in New York City. 1998 verlieh ihm die Bauhaus-Universität Weimar die Ehrendoktorwürde.


Die spektakuläre Absage seiner geplanten Personale im Solomon R. Guggenheim Museum, New York, 1971, sechs Wochen vor der Eröffnung durch dessen damaligen Direktor Thomas Messer, machte Haackes Arbeit Shapolsky et al. Manhattan Real Estate Holdings, A Real Time Social System, as of May 1, 1971, die sich mit Immobilienbesitz und -spekulationen beschäftigt, zur Ikone der politischen Konzeptkunst. Die Leitung argumentierte sinngemäß, dass es sich dabei um eine spezifisch soziale Studie handle, die nicht Kunst sei. Spekuliert wurde immer wieder über Verstrickungen einzelner Trustees des Guggenheim Museums in die dokumentierten Immobiliengeschäfte. Der Kurator der Ausstellung, Edward Frey, der sich mit Haacke solidarisierte, wurde entlassen.


Hans Haacke nahm 1972 (Documenta 5), 1982 (Documenta 7) und 1987 (Documenta 8), 2002 an der Documenta 10 und 2017 an der Documenta 14 an der documenta in Kassel teil.


1974 eckte Haacke in Köln an: Der Künstler dokumentierte die Provenienz Édouard Manets Spargelbündel, den Ankauf für die Kölner Sammlung auf Initiative des damaligen Fördervereinsvorsitzenden Hermann Josef Abs und dessen Rolle im Dritten Reich. Diese Dokumentation wurde vom Direktor des Wallraf-Richartz-Museums zur Projekt 74-Schau − mit dem vielsagenden Motto Kunst bleibt Kunst − nicht zugelassen.


1978 fand eine Haacke-Soloausstellung im Museum of Modern Art Oxford statt. Hierfür entstand eine eigene Arbeit, „A Breed Apart“, die Kritik am Staatskonzern British Leyland übte, der Polizei- und Militärfahrzeuge in Rassentrennung praktizierende Staaten wie das damalige Südafrika exportierte. Seit den späten 1980er Jahren bediente sich Haacke zunehmend der Malerei und großer skulpturaler Installationen. 1984 nimmt er an der Ausstellung Von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf teil, 1988 stellte er in der Londoner Tate Gallery aus. Unter anderem wurde ein Porträt der Premierministerin Margaret Thatcher gezeigt, das in „Nebenrollen“ die bekannten Kunstmäzene Maurice and Charles Saatchi präsentierte.


Haackes umstrittenes Gemälde eines rauchenden Cowboys von 1990 verwandelte ein klassisches Picasso-Bild in eine Zigarettenwerbung. Speak English. Die Arbeit konnte auch als Reaktion auf die finanzielle Unterstützung der 1990er Kubismus-Ausstellung des Museum of Modern Art durch den Tabakkonzern Phillip Morris verstanden werden. Haacke veröffentlichte auch ein Buch über die Ideen und Praktiken hinter zeitgenössischer Konzeptkunst (Framing and Being Framed).

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