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Giuseppe Arcimboldo

Giuseppe Arcimboldo

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Giuseppe Arcimboldo (* um 1526 in Mailand; † 11. Juli 1593 ebenda) war ein Maler der Spätrenaissance, speziell des Manierismus. Berühmt sind seine Tafelbilder, auf denen er Blumen, Früchte oder Gemüse, aber auch anorganische Objekte wie Bücher darstellte und daraus überraschende Porträts oder Stillleben komponierte. Neben seiner Tätigkeit als Maler war er am Prager Hof auch als Ingenieur, als Kostümzeichner sowie als Musiker tätig. Von seinen Werken ist nur ein Teil erhalten geblieben. Seltener gebrauchte Formen seines Familiennamens lauten Archimboldi und Arcimbaldo.


Aus den frühen Jahren Arcimboldos ist nahezu nichts bekannt. Die frühere Vermutung, dass er im Jahre 1527 geboren wurde, resultiert aus dem Eintrag in mailändischen Sterberegistern, die festhielten, dass er mit 66 Jahren verstarb. Aufgrund eines lange Zeit unbekannten Selbstporträts, das die Jahreszahl 1587 und die Altersangabe 61 enthält, gilt nunmehr 1526 als wahrscheinlichstes Geburtsjahr. Seine Familie hatte hohe Geistliche und Juristen hervorgebracht, aber auch Künstler wie seinen Vater Biagio. Die früheste Erwähnung seiner Person stammt aus dem Jahre 1549, als er gemeinsam mit seinem Vater an der Ausgestaltung des Mailänder Doms arbeitete. Aus den Akten des Mailänder Doms weiß man, dass diese Arbeiten bis 1559 andauerten.


Die Stadt Mailand, wie ganz Norditalien, stand seit 1525 unter der Herrschaft der Habsburger. 1562 kam Arcimboldo als begabter Maler konventioneller Porträts und Kopist an den Hof des Kaisers Ferdinand I. nach Wien. Er blieb dort als sogenannter „Hauskonterfetter“ auch unter den Nachfolgern Ferdinands I.: Maximilian II. und Rudolf II.


Ferdinand I. Sohn, Kaiser Maximilian II. ernannte ihn 1564 zum Hofmaler. Bald danach schuf er die ersten Bildfolgen der „Vier Jahreszeiten“ und der „Vier Elemente“ in der Manier, die für ihn typisch wurde. Sie wurden dem Kaiser am Neujahrstag 1569 vorgestellt.


1570 wurde Arcimboldo nach Prag geschickt, um für Maximilian einen großen Festumzug mit mythologischen Themen zu gestalten. Sein Einfallsreichtum als Maler, aber auch bei der Ausrichtung von Umzügen, Krönungsfeiern, prunkvollen Hochzeiten und dergleichen wurde allgemein bewundert. Als Maler, Bühnenbildner, Architekt, Ingenieur und Organisator in einer Person inszenierte er glänzende, kostspielige Feste, die dazu geeignet waren, die Macht des Kaisers deutlich zu machen, seinen Ruhm zu vergrößern und das Volk wenigstens für kurze Zeit von seinem alltäglichen Elend abzulenken. Seit 1575 war er Hofmaler des Kaisers Rudolf II., Maximilians Sohn und Nachfolger. Rudolf II. war ein politisch eher unbedeutender Kaiser, aber ein sehr guter Freund der Künste und der Wissenschaft und hielt sich einen bunten Hofstaat von Künstlern, Astronomen, Astrologen und Alchimisten. Arcimboldo hatte für ihn ähnliche Aufgaben zu erfüllen wie zuvor für Maximilian.


Darüber hinaus erfand er hydraulische Maschinen, beschäftigte sich mit einem Museumsprojekt und verfolgte sein Vorhaben, Musik in Farbwerte zu übertragen. Er war nämlich davon überzeugt, dass Malerei und Musik denselben Gesetzen gehorchen, und versuchte daher, eine wissenschaftliche Theorie zu entwickeln, wonach eine feste Beziehung zwischen harmonischen Proportionen von Tönen und Halbtönen einerseits und Farbnuancen andererseits bestünde.


Erst 1587 gestattete ihm Rudolf II., in seine Heimatstadt Mailand zurückzukehren, und so verließ Arcimboldo den Prager Hof. Rudolf II. hatte zuvor seinen Erbadel bestätigt und ihn mit einem Wappen geehrt, 1592 wurde er mit dem nicht erblichen Titel eines Pfalzgrafen ausgezeichnet.

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