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Agnolo Bronzino

Agnolo di Cosimo di Mariano

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Agnolo di Cosimo di Mariano, auch Agnolo Tori, genannt Bronzino, (* 17. November 1503 in Monticelli, einem heutigen Stadtteil von Florenz; † 23. November 1572 in Florenz) war ein italienischer Maler des Manierismus.


Bronzino war ein Maler von Fresken, Altarbildern, Andachtsbildern und allegorischen und mythologischen Szenen. Er zeichnete sich jedoch vor allem als hervorragender Porträtmaler aus. Wie im Falle Raffaels konnten seine Werke durch die neuen Möglichkeiten der Druckgraphik verbreitet werden.


Bronzino war ein sehr gebildeter und belesener Maler, der die Werke der großen humanistischen Autoren des Jahrhunderts, wie zum Beispiel Dante, Pietro Bembo oder Petrarca gut kannte. Er war Autor von Gedichten und Mitglied der Florentiner Akademie.


Bronzino war Schüler von Raffaellino del Garbo und Jacopo Pontormo. Mit Pontormo malte er zwischen 1522 und 1525 Fresken in der Kartause von Galluzzo bei Florenz, 1535 bis 1536 in der Villa Medici di Careggi und zwischen 1538 und 1543 in der Villa Medici di Castello. Die zwischen 1525 und 1535 entstandenen religiösen und mythologischen Bilder sind stark von der manieristischen Malweise seines Lehrmeisters beeinflusst, teilweise haben beide an den gleichen Bildern gearbeitet und die jeweilige Zuschreibung ist daher häufig umstritten. 1530 arbeitete er für zwei Jahre am Hof des Herzogs von Urbino, Francesco Maria I. della Rovere. Er war an der Ausstattung der Villa Imperiale bei Pesaro mit allegorischen und mythologischen Fresken beteiligt. Für Guidobaldo II. della Rovere malte er ein Bild Apollo und Marsyas und 1532 dessen Porträt, ein Genre, in dem er später außerordentlich erfolgreich sein sollte.


Um 1533 ging Bronzino von Urbino nach Florenz an den Hof der Medici, wo er den Status eines Hofmalers erhielt. Bronzino gehörte dort zu dem kleinen Kreis von Intellektuellen, Literaten und Künstlern, die der Herzog an sich gezogen hatte. 1537 wurde er Mitglied der Sankt-Lukas-Gesellschaft, und er trat der Florentiner Akademie bei. Während eines Aufenthalts von 1546 bis 1547 in Rom lernte er Werke Michelangelos kennen, die er sorgfältig studierte. Abgesehen von einem weiteren kurzen Aufenthalt in Pisa zwischen 1564 und 1565 verbrachte er sein ganzes weiteres Leben in Florenz. Eine seiner Aufgaben als Hofmaler war die Herstellung von Festdekorationen, z. B. für den feierlichen Einzug der Eleonora di Toledo in Florenz anlässlich ihrer Hochzeit im Jahre 1539 mit Cosimo I. de’ Medici. Diese und andere Fest- und Theaterdekorationen, die Bronzino für die Medici und andere aristokratische Familien hergestellt hat, sind jedoch nicht erhalten.


Im Palazzo Vecchio malte er die Kapelle der Eleonore von Toledo mit Szenen aus der Genesis und verschiedenen Heiligenbildern aus.


Zwischen 1540 und 1555 stellte er Kartons für die Florentiner Gobelinwerkstätten her, darunter 16 Szenen aus der Josefsgeschichte des Alten Testaments, an denen auch Francesco Salviati beteiligt war. Seine Entwürfe wurden von den flämischen Teppichwebern Giovanni Rost und Nicholas Karcher ausgeführt.


In der gleichen Zeit malte er neben Altarbildern für Florentiner Kirchen einige allegorische Bilder für den Herzog, das berühmteste darunter die Allegorie der Liebe, die der Herzog dem französischen König Franz I. als diplomatisches Geschenk zukommen ließ.


Bronzino malte für den Herzog eine ganze Reihe von hervorragenden Porträts von Mitgliedern der Medici-Familie, darunter zahlreiche Kinderporträts, sowie von anderen Florentiner Adligen, außerdem von Dichtern, Schriftstellern und Musikern. Von vielen seiner Medici-Porträts existieren (autorisierte) Repliken und Varianten, die in seiner Werkstatt unter Mitwirkung verschiedener Künstler, wie Lorenzo di Bastiano Zucchetti, Giovanni Maria Butteri und vor allem von Alessandro Allori, seinem Schüler und späteren Adoptivsohn, angefertigt wurden. Von einigen seiner Porträts gibt es nur Repliken, während die Originalfassungen verschollen sind. Als Beispiele sind zu nennen die Porträts von Cosimo de' Medici von 1555 (Repliken in Turin und Berlin) oder das Bildnis von 1569 (dem Jahr, in dem ihm der Titel eines Großherzogs verliehen wurde). Wie groß der Anteil Bronzinos an den jeweiligen Bildern ist, ist ein Dauerthema für die Forschung.

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