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Utagawa Hiroshige

Utagawa Hiroshige (Andō Tokutarō) 安藤徳太郎

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Utagawa Hiroshige (jap. 歌川 広重, alte Schreibung: 歌川 廣重, * 1797 in Edo (heute: Tokio); † 12. Oktober 1858), war zusammen mit Kuniyoshi und Kunisada einer der drei stilbildenden Meister des japanischen Farbholzschnitts am Ende der Edo-Zeit. Seine besondere Bedeutung liegt in einer völlig neuartigen Komposition des Landschaftsdruckes seiner Zeit und seinem maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des europäischen Impressionismus.


Er ist auch unter dem Namen Andō Hiroshige bekannt, einer fälschlich gebrauchten Kombination seines bürgerlichen Familiennamens Andō und dem ihm von seinem Lehrer verliehenen Künstlernamen Hiroshige, zu dem zwingend der Name der Schule Utagawa hinzugefügt werden muss.


Utagawa Hiroshige wurde 1797 als Andō Tokutarō (安藤 徳太郎) im Stadtviertel Yayosugashi (heute Marunouchi im Stadtbezirk Chiyoda) in Edo, dem heutigen Tokyo geboren. Seine Rufnamen in späteren Jahren waren Jūemon (重右衛門), Tokubē (徳兵衛) und eine Zeit lang Tetsuzō.


Sein Vater war Mitsuemon Genemon, der von Andō Jūemon adoptiert worden war und von diesem das erbliche Amt eines untergeordneten Feuerwehroffiziers (Hikeshi Dōshin, „Verwalter der Vereinigung zur Feuerbekämpfung“) im Dienst des Bakufu übernommen hatte. Als Dienstmann des Bakufu war er Angehöriger des Samurai-Stands, sein Einsatzgebiet war das Viertel Yayosugashi.


Im Februar 1809 starb Tokutarōs Mutter. Im selben Monat übergab ihm sein Vater das Amt des Feuerwehroffiziers, wenige Monate später, gegen Ende des Jahres, starb auch der Vater.
Von seinen drei Schwestern ist nur bekannt, dass die älteste bereits im Jahr 1800 verstorben war.


Tokutarō war Vorgesetzter einer kleinen Gruppe von Feuerwehrleuten. Seine Lebensverhältnisse waren bescheiden. Die mit dem Amt verbundene Besoldung war gerade ausreichend, zwei Menschen ein Jahr lang mit Reis zu versorgen. Die zehn Baracken, in denen die Feuerwehrabteilung untergebracht war, musste er sich mit 30 weiteren Offizieren und 300 Mannschaften und deren Familien teilen. Wie andere Angehörige des untersten Rangs der Samurai, den Gokenin, war er gezwungen, sich nach anderen Einkünften umzusehen. Gokenin-Familien beschäftigten sich oft mit Heimarbeit wie der Herstellung von Schirmen, Kisten und Holzsandalen.


Die Pflichten eines Feuerwehroffiziers in Edo zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren allem Anschein nach nicht besonders umfangreich und so hatte Tokutarō nebenbei Zeit, eine Lehre als Farbholzschnittzeichner zu beginnen. Weshalb er ausgerechnet diesen handwerklichen, bürgerlichen Beruf wählte, um ein Zubrot zu seinen Lebensunterhalt zu verdienen, ist völlig ungeklärt.


Inoffiziellen Malunterricht im Stil der Kanō-Schule hatte er bei einem seiner Vorgesetzten und Freund, Okajima Rinzō (oder Rinsai), erhalten. Für einen Angehörigen des Samurai-Stands, selbst des niedrigsten Rangs, wäre dies nichts Außergewöhnliches, da Kalligrafie und Grundkenntnisse des Malens zu deren Standardausbildung gehörten. Die Signatur eines angeblich aus seiner Kindheit erhaltenen Gemäldes, das eine Gesandtschaft des Königs der Ryūkyū-Inseln zum Shogun zeigt, und seine frühe außerordentliche zeichnerische Fähigkeit beweisen soll, ist nach Forrer zweifelhaft, und selbst wenn es Hiroshige zugeschrieben werden könnte, ließe es keine besondere Begabung erkennen.


Der Überlieferung nach bewarb sich Tokutarō zunächst um eine Lehrstelle bei dem angesehensten Holzschnittzeichner seiner Zeit, Utagawa Toyokuni I., wurde von diesem jedoch abgewiesen. Auf Vermittlung eines begüterten Besitzers einer Leihbibliothek konnte er schließlich im Jahr 1810 oder 1811 bei dem weniger bekannten Utagawa Toyohiro seine Ausbildung beginnen. Von diesem erhielt er, wie durch einen überlieferten Brief bewiesen ist, bereits im Jahr 1812 die Erlaubnis, den Schulnamen Utagawa und den Künstlernamen Hiroshige zu führen. Ungewöhnlich war, dass er bereits vor dem Abschluss der Lehre diese Erlaubnis erhalten hatte. Dass dieser Umstand seiner außergewöhnlichen Begabung geschuldet war, wie häufig in der Literatur behauptet, ist dagegen höchst unwahrscheinlich. Aus dieser Zeit gibt es keine von Hiroshige signierten Arbeiten (ein angeblich von seinem Pinsel stammender Druck aus 1813 ist nach Forrer auf 1819 zu datieren) und auch die Arbeiten, die nach Abschluss der Lehre im Jahr 1818 und den zehn darauf folgenden Jahren von ihm signiert sind, lassen keine überdurchschnittlichen Fähigkeiten erkennen, eher ist das Gegenteil der Fall.

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