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Utagawa Kuniyoshi

Utagawa Kuniyoshi

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Utagawa Kuniyoshi (jap. 歌川 国芳; * 1798 in Edo (heute: Tokio); † 1861 ebenda) war zusammen mit Hiroshige und Kunisada einer der drei stilbildenden Meister des japanischen Farbholzschnitts am Ende der Edo-Zeit.


Utagawa Kuniyoshi wurde 1798 als Sohn des Seidenfärbers Yanagiya Kichiemon geboren. Der Überlieferung nach half er seinem Vater schon früh bei der Gestaltung von Seidenstoffen und erregte öffentliche Aufmerksamkeit, als er anlässlich eines Shinto-Festes einen von ihm selbst bemalten Baumwollkimono trug. Als Kind wurde er Yoshizō (oder Yoshisaburō) genannt, sein späterer bürgerlicher Name war Ikusa Magosaburō.


Kuniyoshis Vater war befreundet mit Toyokuni I., dem Oberhaupt der Utagawa Schule. Im Jahr 1808 scheint Kuninao (1793–1854) als Schüler des Toyokuni im Haus der Familie Kichiemon eine zeitlang gastiert zu haben. Von diesem könnte der Knabe ersten zeichnerischen Unterricht bekommen haben. Aus dem Jahr 1808 ist auch ein Zusammentreffen mit Toyokuni selbst überliefert, der den jungen Kuniyoshi für eine Zeichnung des Dämonenjägers Shōki lobte.


Einer japanischen Quelle zufolge war jedoch weder Kuninao noch Toyokuni, sondern Katsukawa Shun’ei der erste tatsächliche Zeichen- und Mallehrer Kuniyoshis. Von diesem lernte er sowohl das Zeichnen komischer und fantastischer Szenen als auch die Darstellung der Szenen und Schauspieler des beliebten Kabuki-Theaters. Im Jahr 1811 nahm ihn schließlich Toyokuni als Lehrling in seiner Werkstatt an, die in dieser Zeit führend in der Gestaltung der Kabuki- und Schauspielerporträtdrucke und der Illustration der zeitgenössischen Unterhaltungsliteratur war. Seine Lehrzeit war 1814 beendet und damit erhielt er von seinem Lehrmeister den Künstlernamen Kuniyoshi.


Im selben Jahr illustrierte er eine Buchausgabe des Chushingura; aus dem folgenden Jahr sind einige wenige Kabuki-Drucke und zwei weitere Buchillustrationen von ihm bekannt. 1816 gab es nur eine Buchillustration. 1817 erschien nichts aus seiner Hand und in der Zeit von 1818 bis 1826 fanden sich nur vereinzelt Verleger, für die er Triptychen mit heroischen Szenen (Musha-e) aus der japanischen Geschichte gestalten konnte.


Seinen Lebensunterhalt konnte Kuniyoshi in diesen Jahren in keiner Weise mit dem Entwurf von Farbholzschnitten bestritten haben. Der Legende nach fristete er mit dem Verkauf und der Reparatur von Bodenmatten sein Leben in ärmlichsten Verhältnissen. Er soll um 1817 herum ein für ihn demütigendes Zusammentreffen mit seinem ehemaligen Mitschüler Kunisada gehabt haben, das ihn zu verstärkten künstlerischen Anstrengungen angespornt habe, da er sich diesem immer überlegen gefühlt habe. Tatsächlich war Kunisada 12 Jahre älter als Kuniyoshi und war 1811, als dieser in die Werkstatt Toyokunis eintrat, bereits als Buchillustrator und Designer von Farbholzschnitten anerkannt und konnte von dieser Tätigkeit leben. Kunisada hätte keinen Grund zur Rivalität oder keinen Anlass zur Demütigung gehabt. Kuniyoshis Entwürfe hatten einfach keinen Anklang beim Publikum gefunden.


Bis 1826 muss er als Handwerker in einem anderen Beruf tätig gewesen sein, möglicherweise wieder im Geschäft seines Vaters, und nebenbei einige Entwürfe für Farbholzschnitte gezeichnet haben. Auf jeden Fall war er in der Lage, um 1820 selbst eine Familie zu gründen; überliefert ist seine Hochzeit mit einer Angehörigen aus der Iwara-Familie (andere Angabe: Saitō-Familie).


1827 erteilte ihm der Verleger Kagaya Kichibei den Auftrag zum Entwurf für zunächst fünf Blätter aus der Serie „Die 108 Helden des Suikoden“. Sie wurden der erste große Publikumserfolg Kuniyoshis. Die Drucke verkauften sich gut, die Serie wurde tatsächlich vollständig herausgegeben und alle Blätter wurden von Kuniyoshi gezeichnet. Der Durchbruch war geschafft. Kurze Zeit später erschien eine ähnlich umfangreiche Serie mit japanischen Helden und Heldinnen des Suikoden. Es folgten Aufträge für weitere Heldendarstellungen, Buchillustrationen, darunter auch Shunga-Produktionen, und Darstellungen der Chushingura Erzählung. In den 1830er Jahren erstreckte sich seine künstlerische Tätigkeit dann auch auf die Gestaltung von Bijin-ga, Kabuki-Szenen und einigen Landschaftsdrucken. Er erhielt Aufträge für die Gestaltung von Surimono und wohl auch die ersten Aufträge von Angehörigen des Handelsbürgertums zur Ausführung von Gemälden. Vor allem letzteres war mit erheblichen Einnahmen verbunden, denn die Honorare für solche Bilder entsprachen in etwas dem Jahreseinkommen eines Handwerkers, wohingegen mehrere Entwürfe für Farbholzschnitte pro Tag nötig waren, um ein Tageseinkommen zu sichern.

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