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Robert Doisneau

Robert Doisneau

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Robert Doisneau ([ʁɔˈbɛʁ dwaˈno]; * 14. April 1912 in Gentilly; † 1. April 1994 in Paris) war ein französischer Fotograf. Doisneau gilt als ein Vertreter der „humanistischen Fotografie“, „die sich den Menschen in ihrem Alltag zuwendet, anstatt grundsätzlich das Sensationelle zu suchen.“


Robert Doisneau begann 1929 beruflich zu fotografieren, ein Jahr nach Abschluss seines Studiums an der École Estienne in Paris mit einem Diplom für Lithografie und Gravur. Seine erste Fotoreportage wurde 1932 gedruckt. 1934 wurde er Werksfotograf des heute abgerissenen Renault-Werkes auf der Île Seguin in Boulogne-Billancourt. 1939 gab er diese Anstellung auf und arbeitete freiberuflich. 2010 wurde in Boulogne-Billancourt die erste Schule Frankreichs, ein zweisprachiges Gymnasium (frz., engl.) nach Doisneau benannt.


Er diente ein Jahr in der Armee und war danach Fotograf der Résistance; er dokumentierte die Besetzung und Befreiung von Paris. Der Kontakt während des Krieges mit Charles Rado, dem Gründer der Agentur Rapho, brachte ihn endgültig zum Fotojournalismus. Von 1946 an wurde er durch diese Agentur vertreten. Von 1949 bis 1952 arbeitete er für die Zeitschrift Vogue, davor und danach fotografierte er für Life, Paris Match, Réalités, Point de Vue, Regards und andere Illustrierte. Es entstanden Portraits bekannter Persönlichkeiten wie Pablo Picasso, Fernand Léger, Georges Braque oder Orson Welles.


Berühmt wurde der Flaneur Doisneau für seine Bilder aus den Straßen von Paris und dafür, wie er Menschen des Alltags ablichtete. Dabei entstanden rund 350.000 Fotos.


Eine enge Freundschaft verband ihn mit der Schauspielerin Sabine Azéma, die über ihn den Dokumentar-Kurzfilm Bonjour Monsieur Doisneau ou Le photographe arrosé (1992) veröffentlichte.


Sein Grab befindet sich auf dem kommunalen Friedhof des Dorfes Raizeux bei Rambouillet.


Fotografien von Doisneau sind im Besitz des Pariser Musée National d’Art Moderne, des britischen Victoria and Albert Museum sowie der New Yorker Häuser Museum of Modern Art und Metropolitan Museum of Art.
Zahlreiche seiner Fotografien wurden auf dem Kunstmarkt verkauft und erzielten bis zu 26.400 US-Dollar.


Sein inzwischen berühmtestes Foto nahm Doisneau 1950 auf: ein sich vor dem Pariser Rathaus küssendes Paar. Die Illustrierte Life hatte damals eine Reportage unter dem Titel „Verliebte in Paris“ bestellt.


Das Foto wurde 1986 wiederveröffentlicht und zu einem romantischen Bestseller. Mehrere Personen glaubten, sich auf dem vermeintlichen Schnappschuss wiederzuerkennen, und verklagten Doisneau auf Beteiligung an den Einnahmen. Er konnte jedoch nachweisen, dass er die Fotoserie mit zwei Schauspielstudenten inszeniert hatte; Françoise Bornet und deren damaliger Freund Jacques Carteaud hatten für das mit einer Rolleiflex gemachte Foto ein Honorar erhalten.


2005 wurde das Foto mit der Archivnummer 21.039 und Doisneaus Werkstempel im Pariser Auktionshaus Artcurial von einem anonymen Bieter aus der Schweiz für 155.000 Euro (bei einem Startpreis von 10.000 und einem Schätzpreis von 15.000 bis 20.000 Euro) ersteigert. Das Bild war davor im Besitz der abgelichteten Françoise Bornet gewesen.

Dies ist ein Teil des Wikipedia-Artikels, der unter CC-BY-SA-Lizenz verwendet wird. Der vollständige Text des Artikels ist hier →


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