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Heuwagen-Triptychon

Hieronymus Bosch

Heuwagen-Triptychon

Hieronymus Bosch
  • Datum: 1515
  • Stilrichtung: Nördliche Renaissance
  • Genres: religiöses Gemälde
  • Abmessungen: 147,1 x 212 cm
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Der Heuwagen ist ein Triptychon des niederländischen Malers Hieronymus Bosch (um 1450 - 1516). Das Werk existiert in zwei Versionen; eine hängt im Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial, die andere im Museo del Prado, Madrid. Es gibt keine konkreten Hinweise auf seine Entstehungszeit; die Forschung geht davon aus, dass „Der Heuwagen“ um 1490 gemalt wurde.


In zugeklapptem Zustand erscheint auf der Frontseite (Außenflügel) zentral ein leicht melancholisch oder müde blickender älterer Mann, gebeugt von der Last einer Kiepe, der mit seinem Wanderstab einen zähnefletschenden kleinen Hund mit Stachelhalsband abwehrt. Kiepe und Wanderstab identifizieren den Mann als Pilger oder wandernden Händler, Krämer, Hausierer. Das weiße Haar signalisiert, dass er seine Tätigkeit vielleicht schon lange ausgeübt hat und dass der Tod nicht mehr weit ist. Das große Loch in der Hose am Knie zeigt, dass er es wohl nicht zu (irdischen) Reichtümern gebracht hat. Er trägt seine kleine Habe auf dem Rücken. Der Zwang, den kargen Lebensunterhalt als wandernder Pilger oder Händler selbst verdienen zu müssen, ist unverkennbar.


Im Sozialprestige steht er ganz unten: In einer 1531 auf niederländisch erlassenen Verordnung Kaiser Karls V. gegen alles „Pack, das dem Gemeinwohl äußerst schädlich […]“ heißt es: „Hausierer, Flickschuster, Kesselflicker, Kupferhämmerer, Quacksalber, jene, die Streichhölzer, Rattengift und Salben verkaufen und anderes Zeug dieser Art, die nichts anderes tun als im Land herumzuziehen als Schwindler, Wegelagerer, Diebe und Übeltäter.“ Kesselflicker und Kupferhämmerer waren damals typische Zigeunerberufe – die Bettler werden nicht genannt, weil sie weitgehend eine städtische Erscheinung blieben und eine Funktion hatten. Denn in der christlichen Weltanschauung hatten sie lange ihren festen Platz, da nur an ihnen der christlich gesinnte Reiche seine geforderte Mildtätigkeit ('caritas') beweisen konnte. Der Hausierer war somit sozial ganz randständig, wenn nicht sogar außerhalb der damaligen Gesellschaft. Die Abneigung der städtischen Gesellschaft war außerordentlich groß, zumal die Kaufmannszünfte in ihnen unerwünschte Konkurrenz sahen.


Wichtig in alten Gemälden ist immer die Blickrichtung der gemalten Figuren: was sehen sie, was sehen sie nicht? Der Wanderer blickt versonnen in die Ferne und ist keineswegs mit der Abwehr des Hundes beschäftigt. Auch schaut er nicht auf die direkt rechts neben ihm liegenden Knochen (Tod, Vergänglichkeit, memento mori) eines Pferdes oder Esels, zwei Dohlen oder Krähen (Aasfresser) – grundsätzlich gilt für die damalige nichtitalienische und nicht süddeutsche Malerei der Satz des Kirchenvaters Augustinus: „Aves sunt daemones“, also teuflischen Ursprungs, auch und gerade bei Bosch. Vögel auch in dem trüben Gewässer unter dem schon halb zerbrochenen Steg, auf den der Wanderer, halb rückwärts gewandt, zugeht. Wird er hineinstürzen wie Pieter Brueghels „Blinde“? Hund und Steg also als gegenwärtige und kommende Gefahr. Und was tut sich in seinem Rücken? Ist er an dem infamen Raubüberfall von drei Wegelagerern und Dieben schon teilnahmslos vorbeigegangen oder hat er ihn einfach nicht bemerkt? Der Kerl mit der roten gebogenen Hahnenschwanzfeder, der einen offenbar wohlhabenderen, bereits um wesentliche Kleiderstücke beraubten Mann an den Baum fesselt, trägt ein klassisches Teufelssymbol am Hut. Mehr in der Bildmitte dagegen, sicher nicht ohne Absicht von Bosch in der Ferne genau über dem Kopf des Wanderers platziert, ein Galgen samt Menschenauflauf für eine bevorstehende Hinrichtung: Verbrechen und irdische Gerichtsbarkeit sind hier bildnerisch miteinander verbunden. Der Wanderer sieht beide nicht. Dann die letzte Szene im Rücken des Hausierers: ein Paar, das zur Musik eines Dudelsackbläsers tanzt.

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