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Dierick Bouts

Dieric Bouts

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Dierick Bouts (* 1410–1420 in Haarlem; † 6. Mai 1475 in Löwen), auch Dirk oder Dieric, früher irrtümlich Stuerbout genannt, war ein niederländischer Maler. Er ist der Vater von Dierick Bouts dem Jüngeren und Aelbert Bouts, die ebenfalls Bekanntheit als Maler erreichten. Neben seinen kirchlichen Bildern wurde er für seine Porträtmalerei geschätzt und galt als einer der führenden Maler seiner Zeit.


Dierick Bouts Leben ist kaum dokumentiert. Viele Daten bis in die 1450 Jahre sind nur durch Stilvergleiche von Bildern und Malern zu bestimmen.
Der starke Einfluss Rogier van der Weydens lässt es wahrscheinlich erscheinen, dass Bouts um 1440 sein Schüler war. In Bouts' Bildern ist auch die Vertrautheit mit den Werken von Jan van Eyck und Aelbert van Ouwater zu erkennen.


Um 1445 heiratete Bouts die reiche Patriziertochter Catharina van der Brugghen aus Löwen. Aus dieser Ehe stammten vier Kinder. Die beiden Söhne Dierick Bouts der Jüngere und Aelbert Bouts wurden geachtete Maler.


Urkundlich ist Bouts in Löwen erst ab 1457 nachweisbar. Er wurde 1465 zum Stadtmaler ernannt. Zu den bekanntesten und ausführlichsten Dokumenten gehört der Vertrag über die Anfertigung des Abendmahlsaltars für die Bruderschaft des Heiligen Sakraments.


Wie Urkunden belegen, war Bouts ein sehr wohlhabender Bürger. Im Jahre 1467 wurde er als ein wichtiger Vertreter der Stadt bezeichnet. Nach dem Tod seiner Frau heiratete er kurz vor seinem Tod 1475 ein zweites Mal.


Stilvergleiche brachten Carl Georg Heise zu der Überzeugung, dass der aus Westfalen stammende Maler Hinrik Funhof in Bouts' Werkstatt gelernt habe. Die von Funhof stammenden Tafeln des Hochaltars der St. Johanniskirche in Lüneburg (1482–1484) gehören zu den Hauptwerken niedersächsischer Malerei der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und zeigen den stilistischen Einfluss von Bouts. Für die Zuordnung Funhofs als Mitarbeiter in Bouts' Werkstatt führte Heise auch die erstmalige urkundliche Erwähnung Funhofs im Jahre 1475 an, dem Todesjahr von Bouts.

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