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Zwei Männer in Betrachtung des Mondes

Caspar David Friedrich

Zwei Männer in Betrachtung des Mondes

Caspar David Friedrich
  • Datum: c.1825 - c.1830
  • Stilrichtung: Romantik
  • Genres: Genremalerei
  • Medium: Öl, canvas
  • Abmessungen: 34,9 x 43,8 cm
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Zwei Männer in Betrachtung des Mondes ist ein Gemälde von Caspar David Friedrich. Das Bild in Öl auf Leinwand im Format 35 x 44 cm gilt mit seinem Motiv als Inbegriff der romantischen Anschauung der Natur und Identifikationsbild der deutschen Romantik.


Von dem Gemälde wurden mehrere Wiederholungen und Kopien angefertigt. Es gibt dazu die Variante Mann und Frau den Mond betrachtend. Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei der Betrachtung des Mondes in der Galerie Neue Meister in Dresden um die Urfassung.


Das Gemälde zeigt zwei Männer auf einem Bergpfad, der von der Bildmitte nach links oben führt. Die vordere untersetzte Figur ist mit einem graugrünen Umhang bekleidet, trägt das schwarze Barrett der Altdeutschen Tracht und hält mit der rechten Hand einen Stock. Die hintere Figur stützt sich mit dem rechten Arm auf die Schulter des Nebenmanns. Sie ist im Vergleich schlanker, trägt einen graugrünen Gehrock, aus dem ein weißer Kragen hervorlugt, und eine schwarze Kranzmütze der frühen Burschenschaften, das Sturmband unter dem Kinn befestigt. Beide miteinander offenbar sehr vertrauten Männer schauen auf die Sichel des zunehmenden Mondes und den Abendstern am Himmel, der vom Lichthof der Gestirne erleuchtet wird.


Eine entwurzelte moosbewachsene Eiche, die am oberen Bildrand in die Krone einer Fichte reicht, rahmt die Szene ein. Die Eiche wird von einem verwitterten Felsblock gehalten. Links erhebt sich ein weiterer Fels. Im Hintergrund fällt das Gelände auf einer tieferen Ebene ab, von der mit Tannenspitzen ein Wald angedeutet ist. Den Vordergrund beherrschen der Stumpf eines abgeschlagenen Baumes und ein großer dürrer am Boden liegender Ast. Eine braune Tönung des Bildes vermittelt die Dämmerung des Abends.


Die Grundierung der Leinwand erfolgte mit Kreide oder Gipsgrund. Eine zweite pigmentierte Grundierung bringt einen hellgelben bzw. ockerfarbenen Ton. Darauf zeichnete der Maler mit Bleistift und Rohrfeder die Linien des Gegenständlichen. Die Bildgegenstände wurden nun mit jeder sehr dünn aufgetragenen farbigen Lasur konkretisiert. Wobei auch bei dunkel dargestellten Objekten die gelbliche Grundierung durchscheint. So durchtränkt das schwache Mondlicht die gesamte Bildfläche. Die Mondsichel wurde zum Schluss mit deckendem Weiß aufgetragen und wirkt effektvoll als Lichtquelle. Mit der farbig durchscheinenden Imprimatur, bei der das Licht von der hellen Grundierung reflektiert wird, steht Friedrich in der kunsttechnologischen Tradition von Malern wie Anthonis van Dyck oder Thomas Gainsborough.


Im Unterschied zu den anderen Fassungen schneiden sich im Dresdner Bild die waagerechte Mittelachse des Bildes und die rechte Senkrechte des goldenen Schnitts im Leuchtpunkt des Abendsterns. Die obere Waagerechte des goldenen Schnitts verläuft durch das Auge des älteren Mannes. Werner Busch sieht durch das ästhetische Maßsystem Ursprung und Ziele sowie die tiefere Bedeutung des Bildes markiert. Die geometrische Figur des Bildes tritt hier als Mittlerin auf. Die Transzendenzerfahrung der beiden Männer oder von Mann und Frau wird durch die ästhetische Erfahrung gestiftet.


Wie in vielen anderen Bildern Friedrichs fehlt der Mittelgrund. Der begehbare Vordergrund ist von der aufgehellten Hintergrundzone kontrastiert und somit der Abgrund, vor dem die beiden Männer stehen, erfahrbar gemacht. Durch die bräunliche Lasur wirkt das Bild in einem Sepia-Licht nahezu monochrom, changiert lediglich in Braun- und Grautönen. Die Naturformen erscheinen im Gegenlicht des Mondes bizarr.

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