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Zdzisław Beksiński

Zdzisław Beksiński

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Zdzisław Beksiński (* 24. Februar 1929 in Sanok; † 21. Februar 2005 in Warschau) war ein polnischer Maler, Bildhauer, Grafiker und Designer.


Beksińskis Familie lebte bereits seit Generationen in Sanok, wo auch er selbst aufwuchs. Während des Zweiten Weltkrieges besuchte er das dortige Handelslyzeum sowie ein Untergrundgymnasium. Damals lernte er auch Klavier spielen. Nach dem Abitur am Männergymnasium in Sanok begann er ein Studium der Architektur an der Technischen Universität in Krakau. Er wohnte in Krakau, später in Rzeszów, bevor er 1955 gemeinsam mit seiner Frau Zofia nach Sanok zurückkehrte. Das Paar hatte einen Sohn, Tomasz.


Von 1959 bis Anfang der 1970er Jahre arbeitete Beksiński als Designer in der Abteilung des Hauptkonstrukteurs der Omnibusfabrik Autosan, die von seinem Urgroßvater Mateusz Beksiński gegründet worden war. Als Designer entwarf er Prototypen für Großraum- und Kleinbusse, wie den SFW-1 Sanok, SFA-2, SFA-3, SFA-4 Alfa (1964) und den SFA-21. Seine Entwürfe zeichneten sich durch ein innovatives Design, größere Glasflächen und ergonomische Lösungen aus.


1977 verließ er mit Frau und Sohn die Stadt, nachdem die Stadtbehörden den Abbruch ihres Wohnhauses verfügt hatten, und zog nach Warschau um, wo er für den Rest seines Lebens blieb.


Sein Sohn beging 1999 Selbstmord, seine Frau starb nach einer schweren Krankheit.


Heute verbindet kaum jemand Beksińskis Namen mit Schwarz-Weiß-Fotografie, doch als junger Künstler wurde er schnell bekannt, als er eine Reihe von Preisen in internationalen Wettbewerben gewann. Seine Bilder stellten menschliche Gestalten, oft in ungewöhnlichen Posen, dar. Gekrümmte, wie erschreckt aussehende Modelle waren mit Schnüren umwickelt, ihre Körper waren deformiert oder auf solche Art und Weise kadriert, dass nur Fragmente ihrer Körper zu sehen waren.


Wenig später wandte er sich der Skulptur zu. Zunächst beschäftigte er sich mit rein abstrakten Skulpturen, vor allem aus Metall, Draht und Blech. In jener Zeit entstanden auch Reliefe und Masken, die im Museum in Wrocław aufbewahrt werden.


Sein nächstes künstlerisches Betätigungsfeld war die Zeichnung, wobei auch die Zeichnungen zunächst halb abstrakt ausfielen. Anschließend ging er zur Figuration voller Erotik, Sadismus und Masochismus über. Wie schon auf seinen Fotos, zeigte Beksiński in seinen Zeichnungen deformierte Körper, die er oft während des Geschlechtsakts, gefesselt und genötigt darstellte. Ein sehr häufiges Motiv ist ein kleiner, gefesselter Junge, der eine halbnackte Frau anstarrt, die ihn mit einer Spitzrute schlägt. Erst am Ende seines Lebens kehrte er zur Zeichnung zurück.


Als er um 1964 mit der Malerei begann, widmete er sich ausschließlich der fantastischen, visionären und figurativen Malerei. Seine Werke malte er mit Ölfarbe auf Hartfaserplatte. Nie gab er seinen Gemälden Titel, weil er überzeugt war, dass sie von jedem Betrachter beliebig interpretiert werden können. Die erste Periode seiner Malerei war durch östliche Mystik beeinflusst, der Beksiński damals huldigte. Die Gemälde aus dieser Zeit waren voller Symbole und geheimnisvoller Andeutungen, sie waren düster und erschreckend.


Den ersten großen Ausstellungserfolg bedeutete für Beksiński die vom Kritiker Janusz Bogucki 1964 in Warschau organisierte Ausstellung, in der über dreißig seiner Bilder mit rein fantastischer Thematik ausgestellt wurden. Obwohl sich damals die avantgardistische Kritik von Beksiński abwandte, weil sie ihn für einen Renegaten hielt, wurde die Ausstellung vom Publikum begeistert aufgenommen. Der Künstler verkaufte dort alle ausgestellten Bilder und wurde zu einem bekannten polnischen Maler.

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