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Das weiße Haus bei Nacht

Vincent van Gogh

Das weiße Haus bei Nacht

Vincent van Gogh
  • Datum: 1890; Auvers-sur-oise, France 
  • Stilrichtung: Post-Impressionismus
  • Genres: Stadtbild
  • Medium: Öl, canvas
  • Abmessungen: 72,5 x 59 cm
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Das weiße Haus bei Nacht (französisch: La maison blanche) ist der Titel eines Gemäldes von Vincent van Gogh. Das 59 × 72,5 cm große, in Öl auf Leinwand gemalte Bild entstand im Juni 1890, nur wenige Wochen vor dem Tod des Künstlers, in Auvers-sur-Oise. Es gehört zu einer Reihe von Bildern, die das Thema Haus behandeln und symbolisch für die emotionalen Spannungen stehen, unter denen sich der Künstler befand. Letztmals wandte er sich in diesem Gemälde der Darstellung eines Himmelskörpers zu, die bei van Gogh ebenso symbolische Bedeutung besaßen. Das Bild gelangte nach dem Zweiten Weltkrieg als so genannte Beutekunst in die Sowjetunion und wird heute, bei weiterhin strittiger Eigentumsfrage, in der Eremitage in Sankt Petersburg ausgestellt.


Die erste Beschreibung des Bildes stammt von van Gogh selbst. In einem Brief vom 17. Juni 1890 berichtet er seinem Bruder Theo von zwei Bildern, an denen er arbeite. Neben einem Stillleben erwähnt er eine Studie, die „ein weißes Haus im Grünen mit einem Stern am Nachthimmel und einem orange-erleuchteten Fenster und schwarzem Laub und einer dunkelrosa Note“ zeigt.


Das im Juni 1890 entstandene Gemälde zeigt ein Haus in Auvers, dem damaligen Wohnort van Goghs. Es ist nicht bekannt, ob der Künstler zu diesem Haus in einer besonderen Beziehung stand oder die Bewohner persönlich kannte. Der Bildaufbau ist durch strenge horizontale und vertikale Linien bestimmt, die sich vor allem in den Umrissen des Hauses und seiner Fenster wiederfinden. Im Gemälde nimmt das Haus einen großen Raum ein und ist dabei nahe an den linken und oberen Bildrand gerückt. Zu sehen sind die Vorderfront und die linke Seitenwand des Hauses, wobei der linke Giebel und der am linken Dachfirst befindliche Schornstein bis fast an den Bildrand reichen. Ein weiterer Schornstein begrenzt das leicht nach rechts abfallende Hausdach.


Die zweistöckige Fassade ist durch zwei Reihen von Fenstern gegliedert. In der oberen Reihe sind sieben Fenster zu sehen, die von grünen Fensterläden gerahmt sind. Der Fensterladen ganz links ist geschlossen, die anderen Fensterläden sind geöffnet. Im dritten Fenster von rechts und dem äußersten rechten Fenster scheint ein rotes Licht. Von der unteren Fensterreihe ist nur das Fenster links außen zu sehen, dessen Läden ebenfalls geöffnet sind. Aus diesem Fenster scheint ein orangefarbenes Licht. Der restliche Bereich des Erdgeschosses an der Vorderfront des Hauses ist durch mehrere in grünen und schwarzen Pinselstrichen gemalte Bäume verdeckt, die im Vorgarten des Hauses stehen. Zwischen diesen Bäumen scheint in der Mitte des Erdgeschosses ein weiteres Licht und markiert möglicherweise die Eingangstür des Hauses.
Die Fassade der Vorderfront des Hauses ist mit kurzen horizontalen und vertikalen Pinselstrichen ausgeführt, wobei neben dem dominierenden und dem Bild seinen Namen gebenden Weiß auch verschiedene Grautöne zu erkennen sind. Der seitlichen Wand fehlt dieses strahlende Weiß; der Maler hat stattdessen in langgezogenen vertikalen Pinselstrichen grün-beige Töne zur Kolorierung verwandt. Das Dach des Hauses ist mit roten Ziegeln gedeckt. Zur Unterstreichung der Struktur verwandte van Gogh hierzu neben roter Farbe schmale vertikale weiße und schwarze Pinselstriche. Das Haus mit seinem Vorgarten ist umgeben von einer ockerfarbenen Mauer, die in der rechten Bildhälfte durch vier Pfosten unterbrochen wird. Das rechte Pfostenpaar markiert hierbei den Eingang zum Grundstück, die zwei weiteren, etwas weiter auseinanderstehenden Pfosten flankieren möglicherweise eine Zufahrt.

Dies ist ein Teil des Wikipedia-Artikels, der unter CC-BY-SA-Lizenz verwendet wird. Der vollständige Text des Artikels ist hier →


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