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Traum, verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Aufwachen

Salvador Dalí

Traum, verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Aufwachen

Salvador Dalí
  • Datum: 1944
  • Stilrichtung: Surrealismus
  • Periode: Classic Period (1941-1989)
  • Genres: symbolisches Gemälde
  • Medium: Öl, canvas
  • Abmessungen: 51 x 41 cm

Traum, verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Aufwachen (spanischer Originaltitel: Sueño causado por el vuelo de una abeja alrededor de una granada un segundo antes de despertar) ist ein 1944 entstandenes Ölgemälde des surrealistischen Malers Salvador Dalí. Es entstand während Dalís achtjährigem Exil in den Vereinigten Staaten und stellt eines der herausragendsten Werke seiner paranoisch-kritischen Schaffensperiode dar.


Das Gemälde befindet sich heute zusammen mit weiteren Werken Dalís im Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid.


Als im Frühjahr 1940 die deutsche Wehrmacht in Frankreich einmarschierte, entschloss sich Dalí zur Flucht in die Vereinigten Staaten, wohin er zuvor (1934/35 und 1937/38) schon zwei ausgedehnte Reisen unternommen hatte und von der US-Presse als wichtigster surrealistischer Künstler seiner Zeit gefeiert wurde. Dort war Dalí damit beschäftigt, Ausstellungen zu organisieren, Hollywoodfilme und Zeitschriften zu illustrieren und seine Autobiografie sowie seinen ersten Roman zu schreiben, weshalb während der Zeit im Exil nur wenige Gemälde entstanden.


In dem 1944 entstandenen Bild Traum, verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Aufwachen setzte sich Dalí mit der künstlerischen Darstellung und Deutung eines Traumes auseinander. Dabei orientierte er sich an Sigmund Freuds Theorien zur Psychoanalyse und zur Traumdeutung, von denen er schon seit seiner Studienzeit in Madrid 1922/23 fasziniert war. Darauf aufbauend entwickelte Dalí seine paranoisch-kritische Methode, von deren Nützlichkeit er Freud in einem persönlichen Treffen 1938 überzeugen konnte. Sie ermöglichte es ihm, Motive und Symbole zu verknüpfen, die scheinbar in keinem rationalen Zusammenhang stehen und Unbewusstes, wie es sich in Träumen oder Wahnvorstellungen manifestiert, objektiv vermitteln zu können. Dadurch machte er bildliche Assoziationen offen für vielfältige Interpretationsmöglichkeiten und ließ verschiedene Bedeutungsebenen ineinander fließen. Mithilfe dieser Methode sah er sich, wie er 1962 erklärte, erstmals in der Lage, „Freuds Entdeckung des typischen Traumes mit langer Handlung, als Konsequenz der Unmittelbarkeit eines zufälligen Ereignisses, welches den Schlafenden aufweckt, bildlich auszudrücken“.


Bei dem 51 × 41 cm großen Gemälde handelt es sich um ein Meereslandschaftsbild (möglicherweise in der Nähe von Dalís Wohnsitz bei Portlligat) mit mehreren eingestellten Figuren. Den Vordergrund des Bildes dominiert eine nackte Frau (Dalís Ehefrau und Muse Gala), die liegend über einer flachen Felsplatte schwebt und zu schlafen scheint. In einer eckigen Einbuchtung an der Vorderseite der aus dem Wasser herausragenden Felsplatte schwebt ein Granatapfel, um den eine Biene kreist. Am rechten Bildrand erhebt sich über der schlafenden Gala eine überhängende Felskante mit spärlichem Bewuchs.


Die bis an den Horizont reichende, vollkommen stille und glatte Meeresoberfläche wird einzig von einer kleinen Felseninsel durchbrochen. In der rechten Bildhälfte schreitet im Hintergrund ein Elefant mit extrem langen, dünnen und spinnenartigen Beinen, die ihn über die gesamte Szene erheben, durch das Meer. Auf seiner blauen Satteldecke trägt er einen großen, gläsernen Obelisken, dessen Spitze und Kanten abgeschlagen bzw. abgebrochen sind.


Die eigentliche Handlung spielt sich im Zentrum des Bildes ab. Aus einem übergroßen, aufgeplatzten Granatapfel, der am linken Bildrand im Hintergrund über dem Meer schwebt, springt ein großer, orangefarbener Fisch, aus dessen weit geöffnetem Maul ein Tiger herausspringt, ebenfalls mit aufgerissenem Rachen. Aus diesem wiederum springt ein zweiter Tiger hervor. Beide Tiger springen mit gespreizten Pranken, ausgefahrenen Krallen und gefletschten Zähnen auf die liegende Gala herab. Die Pranke des vorderen Tigers wird zudem von einem Gewehr verlängert, dessen aufgepflanztes Bajonett auf den rechten Oberarm Galas gerichtet ist.

Dies ist ein Teil des Wikipedia-Artikels, der unter CC-BY-SA-Lizenz verwendet wird. Der vollständige Text des Artikels ist hier →


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