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Henri Laurens

Henri Laurens

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Henri Laurens (* 18. Februar 1885 in Paris; † 5. Mai 1954 ebenda) war ein französischer Bildhauer und Zeichner des Kubismus.


Laurens absolvierte von 1899 bis 1905 zunächst eine Steinmetzlehre und widmete sich der ornamentalen Bildhauerarbeit am Bau. In seiner Freizeit fertigte er Plastiken im Stil Auguste Rodins an. 1911 schloss er sich der Gruppe der Künstler des Montparnasse an und wurde bis 1912 durch Georges Braque, mit dem er zeitlebens befreundet war, in den synthetischen Kubismus eingeführt.
1913 partizipierte er zum ersten Mal am Salon des Indépendants in Paris und lernte drei Jahre später Juan Gris, Amedeo Modigliani und Pablo Picasso kennen, woraufhin bis 1919 „Stilleben und Köpfe aus ausgeschnittenen, schräg ineinandergefügten, bemalten Ebenen aus Holz und Metall“, zum Teil im Stil afrikanischer Stammesmasken, entstanden.


Zwischen 1920 und 1930 schuf Laurens in Anlehnung an Picassos kubistische Gemälde post-kubistische Werke, die nicht mehr konstruiert, sondern modelliert sind. Ab 1930 verloren die Figuren ihren kubistischen Aufbau und gewannen unter dem Einfluss des Surrealismus „eine gerundet-voluminöse Körperlichkeit.“ Nach einem Aufenthalt am Meer im Jahre 1934 wandelte sich sein Thema hin zu „amphibischen Sirenen und anderen sinnlichen Meerjungfrauen oder Musen.“ Ein Hauptwerk aus dieser Zeit ist die im Jahre 1952 fertiggestellte L'Amphion vor der Universität von Caracas in Venezuela, eine auf (inklusive Sockel) 4,40 Meter Höhe vergrößerte Version der L'Amphion von 1937. Der griechischen Sage nach fügten sich beim Mauerbau von Theben die Steine allein durch den Klang von Amphions Lyra zusammen. Diese Arbeit ist nach Laurens' eigenen Worten der Versuch einer „Synthese von Musik und Architektur“.
In der Bronze Le matin (Der Morgen) von 1944 verarbeitete Laurens das mit der Okkupation durch die Deutschen verbundene erdrückende Leid. So mussten viele seiner Freunde Paris verlassen und kehrten zum Teil nie wieder zurück.


Henri Laurens starb im Jahr 1954 im Alter von 69 Jahren in seiner Heimatstadt. Er ruht dort auf dem Friedhof Montparnasse. Das Grab schmückt eines seiner Kunstwerke, die Skulptur La Douleur.


Die mit «E» gekennzeichneten Ausstellungen sind Einzelausstellungen,
zu den mit «K» gekennzeichneten Ausstellungen erschien ein Katalog.


postum:

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