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Geta Bratescu

Geta Brătescu

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Geta Brătescu (* 4. Mai 1926 in Ploiești) ist eine rumänische Grafikerin, Zeichnerin, Illustratorin, Fotografin, Textilkünstlerin und Konzeptkünstlerin. Die Künstlerin ist von der Moderne inspiriert und gilt als wichtigste lebende rumänische Künstlerin.


Geta Brătescu studierte von 1945 bis 1949 Malerei bei Camil Ressu an der Universität in Bukarest. Sie setzte ihre Ausbildung an dieser Universität mit einem Studium der Literatur und Philologie bei George Călinescu und Tudor Vianu fort. Ein Abschluss wurde ihr durch die aufkommenden Kommunisten verweigert. Ihre Eltern führten eine Apotheke und mussten aus politischen Gründen ihr Geschäft abgeben. Ihre Mutter ging ins Exil. Die Künstlerin lebt seit Mitte der 1960er Jahre ständig in Bukarest. Von 1969 bis 1971 wurde ihr ermöglicht, an dem Institut der Schönen Künste Nicolae Grigorescu in Bukarest ihre Ausbildung abzuschließen. Seit dieser Zeit arbeitet sie an der Grenze zwischen Kunst und Literatur. 1970 wurde sie mit dem Preis der rumänischen Kunst-Zeitschrift Arta ausgezeichnet und erhielt 1994 den Ambiente-Preis des rumänischen Verbandes Bildender Künstler. 1993 ging der Ion-Andreescu-Preis der Rumänischen Akademie an Geta Brătescu. 2008 wurde sie mit der Ehrendoktorwürde der Nationalen Universität der Künste in Bukarest ausgezeichnet. 2017 nahm sie an der Biennale in Venedig mit einer Auseinandersetzung (Apparitions ) in Form einer Lebenslaufbefragung im Regime Ceausescu und an der documenta 14 in Athen und Kassel teil. Sie stellte in Kassel in einem eigenen Raum in der Neuen Galerie aus.


Brătescu lebt in Bukarest.


Das kleine Atelier in Bukarest spielt eine zentrale Rolle in dem Werk von Geta Brătescu. Es ist ein total ahistorischer Raum. Das Atelier ist ein Raum in Bewegung, transformiert durch die Überführung von Bild in Handlung und vice versa, durch die Spannung zwischen Schauspiel und Schauspielerei, zwischen Selbstanalyse und Selbstauslöschung. Grundlegend für Brătescus künstlerisches Konzept ist das Ausblenden der profanen Wirklichkeit der Linie. Ob in Zeichnung, Lithografien, Collagen, Buchprojekten Selbstporträts oder Aktionen, die die Künstlerin mittels Film oder Fotografien festhält. Es entsteht ein Konstrukt, das den Rhythmus entfesselt. Die Künstlerin bemüht sich die Linien zu konkretisieren und erfahrbar zu machen; ihre körperliche Bewegung durch den Raum zu erkennen, befreit sie somit von der Fläche.
Brătescu schuf Druckgrafiken, illustrierte 1983 u. a. Goethes Faust, und arbeitete von 1963 bis 1983 für die Literatur Zeitschrift Secolul 20. Sie schuf allegorische Wandteppiche wie u. a. die Medea-Serie, und fertigte in den 1990er Jahren v. a. Collagen, Objekte, Papierarbeiten und Videofilme. Die Künstlerfilme Hände und Atelier drehte sie 1973 mit Ion Grigorescu, 1992 Earthcake und 1993 Cocktail automatic.


Geta Brătescu über ihre Arbeit:

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