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Carl von Steuben

Charles Auguste Guillaume Steuben

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Carl von Steuben (* 18. April 1788 in Bauerbach, Thüringen; † 21. November 1856 in Paris) war ein französischer Historien- und Porträtmaler sowie Lithograf deutscher Herkunft. Er ist den Romantikern zuzuordnen.


Von Steuben wurde als Sohn des herzoglich-württembergischen Offiziers Carl Hans Ernst von Steuben geboren, womit sein Berufsweg von Hause aus vorgezeichnet schien. Im Alter von zwölf Jahren übersiedelte er mit seinem Vater, der als Hauptmann in russische Dienste trat, nach Sankt Petersburg, wo er als Gastschüler an der Kunstakademie Zeichenunterricht nahm.


Dank der gesellschaftlichen Kontakte seines Vaters zum Zarenhof begleitete er im Sommer 1802 die junge Maria Pawlowna (1786–1859), Großfürstin von Russland und Enkelin von Herzog Friedrich Eugen von Württemberg, in die thüringische Kulturstadt Weimar, wo die Zarentochter zwei Jahre später Erbherzog Carl Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach (1783–1853) heiratete. Steuben, damals vierzehn Jahre alt, wurde ihr Leibpage am herzoglichen Hof, eine Stellung, die Aussichten auf eine spätere Laufbahn im Militär oder in der Verwaltung versprach.


Dass von Steuben den ihm vorgezeichneten Weg verließ, ist der Verbindung mit der Familie seiner früh verstorbenen Taufpatin Henriette von Wolzogen (1723–1788) zuzuschreiben, deren Gemahl Ernst Ludwig Freiherr von Wolzogen (1723–1774) in württembergischen Diensten Regimentskamerad von Carl von Steubens Vater gewesen war. Henriettes ältester Sohn Wilhelm war durch seine Heirat mit Caroline von Lengefeld mit dem Dichter Friedrich von Schiller (1759–1805) verschwägert, dem Henriette von Wolzogen in früheren Zeiten mehrmals auf ihrem Erbgut Bauerbach bei Weimar Asyl gewährt hatte. In seiner Weimarer Zeit häufig Gast in Bauerbach, schloss von Steuben durch Charlotte von Wolzogen, Tochter der früh verstorbenen Henriette, schließlich auch Bekanntschaft mit Schiller. Der Dichter erkannte alsbald sein künstlerisches Talent und überzeugte ihn von seinem politischen Ideal – der freiheitlichen Selbstbestimmung ohne Rücksicht auf höfische Zwänge.


Im Jahr 1803 folgte von Steuben seiner inneren Stimme und reiste mit einem Empfehlungsschreiben Schillers an den befreundeten Maler François Gérard nach Paris. Gérard nahm den nahezu mittellosen angehenden Künstler als Schüler und auch privat auf.


Nach zweijähriger Vorbereitungszeit wurde von Steuben im Februar 1805 in Paris in die renommierte École nationale supérieure des beaux-arts de Paris aufgenommen, wo ihn namhafte Lehrer unterrichteten, darunter Jacques-Louis David, Pierre Paul Prud’hon und Robert Lefebvre.


In Gérards Atelier begegnete der junge Kunststudent erstmals dem Naturforscher Alexander von Humboldt, den er 1812 im Auftrag dessen Bruders, des Berliner Universitätsgründers Wilhelm von Humboldt, für das Familienschloss in Tegel porträtierte.


Das Bemühen von Steubens, sich künstlerisch und wirtschaftlich zu etablieren, wurde von Alexander von Humboldt nachhaltig gefördert. In langen Briefen bat Humboldt immer wieder um Unterstützung für von Steuben, warb um künstlerische Aufträge, unter anderem beim preußischen Staatsminister Karl Freiherr vom Stein und Herzogin Helene von Orleans. Über sein eigenes Porträtgemälde und den erschaffenden Maler berichtete er in einem Brief an seine Schwägerin Caroline am 19. August 1813:


Wilhelm Humboldt schrieb, anlässlich eines Besuches in Paris, in einem Brief vom 28. April 1814 an seine Frau:


1812 debütierte Carl Wilhelm von Steuben im Pariser Salon mit dem Gemälde Zar Peter der Große im Sturm auf dem Ladoga-See, das in der Fachwelt für Aufsehen sorgte. Durch seine ersten Erfolge ermutigt, verschrieb von Steuben sich bald ganz der Historienmalerei, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Paris ihre Blüte erlebte.

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