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Carel Fabritius

Carel Pietersz. Fabritius

Carel Fabritius

Carel Pietersz. Fabritius

Carel Fabritius (* vor dem 27. Februar 1622 in Midden-Beemster; † 12. Oktober 1654 in Delft; eigentlich Carel Pietersz Fabritius) war ein niederländischer Maler.


Carel Fabritius war der älteste Sohn von Pieter Carelsz. gen. Fabritius und Barbertje Barentsdr van der Maes. Im Taufregister der reformierten Kirche von Midden-Beemster findet man den folgenden Eintrag: „Anno 1622, den 27. Februar Pieter Carelsz Sohn Carel. Pate Jan Carelsz“. Nach ihm kamen noch zehn Geschwister zur Welt, von denen sich die Brüder Barent und Johannes ebenfalls für eine Laufbahn als Maler entschieden. Über seine Jugend ist nur wenig bekannt. Lange wurde vermutet, dass Carel den Beruf eines Zimmermanns erlernte und auch ausübte. Grund dafür war, dass er in den Akten, in denen er als Mitglied der reformierten Kirche bestätigt wird, „Carel Pietersen Timmermann. Am Herrenhaus“ genannt wird. Doch da in dem Register sonst nirgendwo eine Berufsbezeichnung zu finden ist, nimmt die moderne Forschung an, dass sich die Familie allgemein des Namens Timmermann (= Zimmermann) bediente. Bisher lässt sich nichts über Ausbildung und Beruf in diesen Jahren nachweisen. Sehr wahrscheinlich ist aber, dass Carel über seinen Vater bereits früh mit der Malerei in Verbindung kam.


Am 1. September 1641 wurde die Verlobung von Carel mit Aeltje Herrmensdr van Hasselt bekannt gegeben. Dabei wird er erstmals unter dem Namen Carel Pietersz Fabritius geführt. Ob der Name Fabritius auf die Bezeichnung „Faber“ (Lateinisch für Handwerker), wie früher angenommen, zurückgeht, wird heute bezweifelt. Schon kurz nach der Trauung, am 22. September 1641, übersiedelte das junge Paar nach Amsterdam.


Noch im gleichen Jahr bewarb er sich höchstwahrscheinlich im Atelier von Rembrandt. Es gibt allerdings keine Dokumente, die eine Mitarbeit Carels dort belegen. Lediglich in einer Aufzeichnung des Malers und Dichters Samuel van Hoogstraten aus dem Jahr 1678 nennt dieser ihn „meinen Mitschüler“. Bestätigt wird diese Annahme noch durch einige frühe Arbeiten, die stilistisch den besten Arbeiten aus dem Rembrandt-Atelier dieser Zeit nahestehen. Es kann sogar vermutet werden, dass Carel nur deshalb nach Amsterdam zog, weil Rembrandt dort weilte und dieser bereits einen guten Ruf als Lehrmeister besaß. Da Carel allerdings mit 19 Jahren bereits zu alt für ein Lehrverhältnis war, war er dort wahrscheinlich als Ateliermitarbeiter tätig. Dies würde allerdings voraussetzen, dass er bereits eine gewisse Meisterschaft erreicht hatte.


Die Amsterdamer Jahre waren von schweren Schicksalsschlägen für den jungen Künstler geprägt. 1642 starb eines seiner Kinder kurz nach der Geburt. Ein Jahr später starb dann auch seine Frau bei der Geburt ihres dritten Kindes, Catrin, das dann ebenfalls bald verstorben sein muss, denn noch im gleichen Jahr kehrte er mit seiner verbliebenen Tochter Aeltje (wahrscheinlich einer Zwillingsschwester des 1642 verstorbenen Kindes) nach Midden-Beemster zurück. Auch dieses Kind starb bald. Aufgrund der großen Nähe zu Amsterdam ist nicht auszuschließen, dass Carel auch in den Folgejahren in Verbindung mit Rembrandt stand. Belegt ist dies allerdings nicht. Nach dem Tod seiner offensichtlich vermögenden Frau Aeltje litt Carel in den Folgejahren unter schweren Geldsorgen. Er hatte teilweise Schulden, die er bis zu seinem Tod nicht tilgen konnte. Dies scheint auch eine Folge von fehlenden Aufträgen gewesen zu sein.

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